Joe Calzaghe hat im Halbschwergewicht am Samstagabend im New Yorker Madison Square Garden gegen den drei Jahre älteren Ex-Champion Roy Jones jr. aus den USA einstimmig nach Punkten gewonnen. Der 36-jährige Waliser ist somit nach seinem 46. Profi-Kampf weiterhin ungeschlagen und will nach Rücktrittsgedanken eventuell weiterboxen.
Joe Calzaghe zum erklärte nach seinem Triumph über Roy Jones jr.: “Ich werde erst einmal nach Hause fliegen und gemeinsam mit meiner Familie darüber nachdenken.” Vor dem Prestige-Duell gegen den Amerikaner hatte der dreifache Weltmeister der Verbände WBA, WBC und WBO noch seinen Rücktritt vom Boxen verkündet.
Calzaghe kam in der ersten Runde vor 14.152 Zuschauern in New York kurz ins Straucheln. Nach einer Links-Rechts-Kombination von Jones jr. ging der Walliser sogar zu Boden. Doch in den verbleibenden Runden dominierte der Titelverteidiger das Geschehen. Für den US-Boy war es die fünfte Niederlage im 57. Profi-Kampf.
“Er hat mich mit einem guten Schlag in der ersten Runde überrascht, aber das macht eben einen Champion aus: Ich war am Boden, aber ich bin auch wieder hochgekommen”, meinte der Sieger.
Wladimir und Witali Klitschko wollen die Alleinherrschaft im Schwergewichts-Boxen besitzen. Nun will einer der beiden Brüder dem russischen Champion Nikolai Walujew den WBA-Titel abluxen.
“Wir wollen unseren Traum, alle WM-Gürtel zu halten, wahr machen. Es wird zwischen uns zu keinem Streit kommen, wer von uns beiden gegen Walujew kämpfen soll”, sagte WBC-Weltmeister Witali Klitschko beim WBC-Kongress im chinesischen Cheng Du, der auch für seinen kleinen Bruder Wladimir sprach, der Gürtelträger der Verbände WBO und IBF ist.
Witali macht sich auch schon Gedanken, wo der Titelvereinigungs-Kampf stattfinden könnte. “Warum nicht in Kiew, Moskau oder London? Wir brauchen nur eine Arena, die 30.000 oder 40.000 Zuschauern oder mehr fassen kann”, so der 37-Jährige.
„Dr. Faust“ hatte seinen WBC-Gürtel im Vormonat gegen den Nigerianer Samuel Peter erfolgreich verteidigt und muss sich bis Januar einen Pflicht-Herausforderer angeln. Wladimir hat mit dem US-Amerikaner Hasim Rahman schon einen starken Herausforderer für den 13. Dezember gefunden. Walujew ist für den 20. Dezember auch noch für seine freiwillige Verteidigung auf Suche nach einem Herausforderer.
Box-Weltmeister Felix Sturm hat am Samstagabend in der Arena in Oberhausen souverän seinen WM-Titel nach WBA-Version im Mittelgewicht verteidigt. Der Leverkusener siegte gegen Sebastian Sylvester deutlich nach Punkten (118:110, 118:110, 119:109).
Felix Sturm meinte nach seiner Pflichtverteidigung: “So etwas brauchen wir öfter, einmal im Jahr – und nicht alle acht Jahre.” Im Jahre 2000 standen sich das letzte Mal zu einem rein deutschen WM-Kampf Dariusz Michalczewski und Graciano Rocchigiani gegenüber.
Der Titelverteidiger ließ vor 9200 Zuschauern in der ausverkauften König-Pilsner-Arena seinem Herausforderer mit beeindruckend vielen Schlägen und einem starken linken Jab wenige Chancen. “Er drückte und drückte und haute mir immer wieder die Linke rein. Das hatte ich mir anders vorgestellt”, meinte der Geschlagene.
Der 29-jährige Mittelgewichtler könnte sich einen weiteren deutschen WM-Kampf gegen Arthur Abraham vorstellen. Aber realistischer wäre ein Fight in den USA gegen Kelly Pavlik, der WBC- und WBO-Weltmeister ist. “Arthur und ich – wir stehen jederzeit für diesen Kampf zur Verfügung”, erklärte der Star des Abends.
Profi-Boxer Danilo Häußler aus Frankfurt/Oder hat letzten Samstag gegen WBA-Weltmeister Mikkel Kessler verloren und damit seine erste und wohl auch letzte WM-Chance verspielt. Der 33 Jahre alte Super-Mittelgewichtler verlor gegen den Dänen vor 4500 Zuschauern in der Weser-Ems-Halle Oldenburg deutlich durch K.o. in der dritten Runde.
Nach der vierten Niederlage im 34. Profi-Kampf rät sein Coach Manfred Wolke dem früheren Europameister zum Rücktritt. „Ich bin für klare Verhältnisse, Danilo sollte nicht mehr in den Ring steigen“, meinte der 65-Jährige. Aber davon will Häußler nichts wissen. „Wenn sich die Chance ergibt, um große Titel zu kämpfen, warum sollte ich die dann nicht nutzen?“, erklärte der Oder-Städter nach der klaren Niederlage.
„Danilo hat ein großes Kämpferherz. Er geht nicht in den Ring, um zu verlieren. Aber heute ist alles gut gelaufen“, sagte der Gewinner nach seinem 41. Sieg im 42. Kampf. Eine linke Gerade von Kessler streckte den deutschen Herausforderer in der dritten Runde nieder, so dass Ringrichter Stanley Christodoulou Häußler auszählte.
WBA-Weltmeister Kessler will nun noch höher hinaus. „Ich will alle Titel im Super-Mittelgewicht vereinen, ich will die großen Namen boxen“, meinte der Däne nach seiner WM-Verteidigung.
Am kommenden Wochenende geht es für Danilo Häußler um alles. In Oldenburg wird er den bisher größten Kampf seiner Karriere bestreiten. Gegen den aktuellen Weltmeister im Supermittelgewicht Kessler erhält er seine erste WM-Chance.
Häußler wurde am 13. Juli 1975 in Frankfurt/Oder geboren und fing bereits früh mit dem Boxen an. Eine Zeit lang sah es allerdings nicht danach aus, als ob es zum Profi reichen würde. Nach der Kinder- und Jugendsportschule, die er mit dem Abitur abschloss, in Franfurt/Oder und der Bundeswehr hatte er sich 1997 bereits aussichtsreich bei der Polizei beworben, als der Anruf kam, doch noch ins Profilager zu wechseln.
Am 30. August 1997 gab er dann sein Profidebüt unter seinem heutigen Erfolgstrainer Manfred Wolke. Im Boxstall Sauerland boxt er seitdem recht erfolgreich. Von 33 Kämpfen konnte er bei drei Niederlagen, 29 gewinnen (sieben durch Knock-Out) und einen Kampf unentschieden gestalten. weiterlesen »
Am 25. Oktober geht für Danilo Häußler ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Der 33-jährige aus Frankfurt/Oder stammende Boxer wird in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg gegen den dänischen Supermittelgewichtsweltmeister Mikkel Kessler boxen.
Danilo Häußler wurde 1997 vom Promoter Wilfried Sauerland unter Vertrag genommen und bestritt unter seinem Trainer Manfed Wolke bislang 31 Kämpfe, von denen er 28 gewann. Sieben davon durch Knock Out.
In dem bevorstehenden Kampf gegen Kesser gilt der Skandinavier aber als klarer Favorit. Der Ex-Europameister Kessler ist zwar die Nummer eins der aktuellen WBA-Weltrangliste, wird es gegen den Dänen aber dennoch schwer haben.
Immerhin hat Kessler vor zwei Jahren Ex-Weltmeister Markus Beyer bezwingen können und wurde somit Weltmeister.
Die ARD wird den Kampf am 26.Oktober live übertragen.
Wie die Webseite ESPN.com berichtet wird der Amerikaner Evander Holyfield am 20. Dezember gegen den russischen Weltmeister Nikolai Walujew boxen.
Bei der freiwilligen Verteidigung seines WBA-Schwergewichtstitels hat sich Walujew für den ehemaligen Champion entschieden, der sich laut Promoter Sauerland selbst ins Gespräch gebracht hat. Wilfried Sauerland steckt bereits in den Planungen für den Kampf.
Der 45-jährige Holyfield war in den neunziger Jahren unumsrittener Champ in allen Verbänden und sollte er den Kampf gewinnen, würde er George Foreman als ältesten Box-Weltmeister aller Zeiten ablösen und selbst den Platz in den Geschichtsbüchern einnehmen.
Unvergessen sein Kampf gegen Mike Tyson, bei dem er ein Stück seines Ohres lassen musste. Im Oktober 2007 bestritt er gegen Sultan Ibragimow seinen bisher letzten Kampf, hatte aber keine Chance. Seit sieben Jahren gewann Holyfield nur einen von insgesamt elf Kämpfen.
Am ersten November kommt es in der „König-Pilsner-Arena“ in Oberhausen zum Duell der ewigen Rivalen: Felix Sturm gegen Sebastian Sylvester.
Der WBA-Weltmeister im Mittelgewicht trifft in seiner Pflichtverteidigung auf seinen Landsmann Sylvester, der schon lange davon gesprochen hat den Weltmeister boxen zu wollen. Erst am 5. Juli hatte Felix Sturm seinen Titel gegen Randy Griffin erfolgreich verteidigt.
Wortgewaltig sind sie schon seit Jahren. Einer stichelt gegen den anderen und heizt die Medien immer wieder auf.
Silvester saß bei der Verteidigung damals am Ring, war aber nicht sonderlich beeindruckt.
Beide Boxer halten nicht viel voneinander. Silvester weigert sich, Felix Sturm bei seinem deutschen Namen zu nennen. Er redet immer nur von Adnan Catic, Sturms Geburtsnamen. Sturm, in Leverkusen geboren, benannte sich im Jahre 2000 um, damit er vom Publikum als Deutscher wahrgenommen wird.
Man darf also auf dieses Duell gespannt sein. Eine Menge Zündstoff ist auf jeden Fall schon im Vorfeld vorhanden.
Nikolaj Walujew, ehemaliger Schwergewichtsweltmeister der WBA, boxt am 30. August gegen John Ruiz aus Amerika. Der Kampf ist ein wichtiger Punkt auf der Route zur Revanche gegen Ruslan Chagaev, der Walujew per K.O. den Titel abnahm.
Chagaev ist seit einiger Zeit schlecht in Form. Den eigentlich für den 5. Juli bestimmten Rückkampf gegen den riesigen Tschechen musste der momentane Weltmeister aufgrund eine Achillessehnenverletzung absagen. Jetzt hat ihm die WBA bis zum 26. Juni 2009 Zeit gegeben – bis dahin muss der Rückkämpf stattgefunden haben. Chagaev wird dann gegen den kämpfen, der aus dem Kampf Ende August als Sieger hervorgeht.
Diese Konstellation dürfte Nikolaj Walujew eine zusätzliche Motivation im Kampf gegen Ruiz geben. Schließlich ist das jetzt nicht nur irgendein Gegner, sondern ein Test, ob der Fighter gut genug ist, um sich erneut gegen Chagaev zu beweisen, der bis zur endgültigen Entscheidung den Titel “World Champion in Recess” trägt. Das dürfte ihm auch nicht sonderlich schmeicheln…
Hoffen wir also, dass Walujew gewinnt, denn dann dürfte es zu einem echten Fight um die Krone der WBA kommen!
Voller Hoffnung hatte sich Nikolai Walujew auf den Kampf gegen den amtierenden Weltmeister im Boxen Ruslan Tschagajew am 31. Mai vorbereitet. In Oberhausen wollte sich der russische Riese seinen WM-Gürtel zurückholen, den er im April des vergangenen Jahres an Tschagajew verloren hatte.
Nun muss sich Walujew noch ein wenig gedulden, denn sein Gegner musste den Fight aufgrund fiebrigen Infektes absagen. „Ruslan Tschagajew leidet derzeit an einem verschleppten Virusinfekt. Die medikamentöse Behandlung macht es unbedingt notwendig, dass er eine Trainingspause einlegen muss” sagte der behandelnde Arzt Dr. Michael Ehnert gegenüber sport1. Selbstverständlich bemühen sich alle Beteiligten um eine kurzfristige Neuansetzung des Kampfes im Schwergewicht der WBA.
Etwas zwielichtig ist diese Absage seitens Tschagajew schon, schließlich ist dies bereits die zweite in Folge, denn im Oktober musste er den Vereinigungskampf gegen WBO-Weltmeister Sultan Ibragimow aufgrund einer Hepatitis-Erkrankung sausen lassen. Wie einige Pressequellen berichten, hat der amtierende Weltmeister mit erheblichen Sehproblemen zu kämpfen, die auf eine Netzhautablösung aus dem Jahr 2001 zurückzuführen sind und weshalb er bereits einmal operiert werden musste. Dies verweist sein Manager Klaus-Peter Kohl aber ins Reich der Fabeln „Ruslan sieht ausreichend und genug. Das ergab die Jahresuntersuchung des Verbandes und eine weitere nach dem Brief von Herrn Nizayow. Die WBA erteilte grünes Licht für den Kampf.”
Nun muss sich Walujew noch etwas gedulden, um seine Revanche zu erhalten.