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„Rumble in the Jungle“- vor 37 Jahren: Ali vs. Foreman

Autor: Andreas
abgelegt in: Boxen

Vor fast genau 37 Jahren fand im damaligen Kinshasa der „Rumble in the Jungle“, der bis heute einer der bekanntesten Kämpfe der Neuzeit ist, statt.

Der für den Herbst 1974 angesetzte Kampf, wurde vom Box-Promoter Don King unter dem Namen „Rumble in the Jungle“ angesetzt. Am 30. Oktober 1974 war es dann soweit. Der ehemalige Weltmeister, Muhammad Ali, traf auf den Schwergewichtschampion George Foreman. Keiner konnte zu Beginn des Kampfes ahnen, dass dieser Kampf in die Geschichte eingehen würde. Und keiner konnte ahnen, dass Muhammad Ali aus diesem Kampf als Sieger hervorgehen würde. Doch wie wir wissen, nahm die Geschichte ihren Lauf.

“Rumble in the Jungle” – „Ali, boma ye!“

Der eigentlich für September angesetzte Kampf zwischen George Foreman und Muhammad Ali, musste um einen Monat, wegen eines Cuts, den Foreman sich während des Trainings, über der Augenbraue zugezogen hatte, verschoben werden. Klarer Favorit war Foreman, damaliger Schwergewichts-Weltmeister und Olympiameister, der bis dato in 40 Kämpfen, davon 37 durch k.o., ungeschlagen war. Ali ging also ähnlich wie in dem Kampf gegen Sonny Listen, dem er den Weltmeistertitel abnahm, als Außenseiter ins Rennen.

Vor dem Kampf – Große Klappe aber nichts dahinter?

Die Sportler sind während der Phase, von September bis zum Kampf im Oktober, in Kinshasa (heute Zaire) geblieben. Während George Foreman sich auf den Straßen unbeliebt machte, da er in Begleitung von deutschen Schäferhunden auf die Straße ging, die die Bewohner an die belgischen Kolonialherren erinnerten, nutze Ali die Zeit bis zum Kampf um Leute hinter sich zu versammeln. Beim Lauftraining brachte er durch Charme und Kontaktfreude, bald (man möchte sagen) das ganze Land hinter sich. Vom Schlachtruf – „Ali, boma ye!” „Ali, töte ihn!“ – begleitet zog er am Morgen des 30. Oktobers 1974, der Kampf fand um 4 Uhr morgens statt, damit er in Amerika live übertragen werden konnte, als Außenseiter in den Ring ein.

Alis neue Taktik: rope-a-dope und „Is that all you got?“

Ali, berühmt für seine Schnelligkeit und technische Fähigkeit, stürmt in der ersten Runde auf Foreman, der für rohe Kraft stand, zu. In der ersten Runde konnte Ali zwar ein paar Rechte einbringen, aber Foreman nicht schwer treffen. Zum Ende der ersten Runde hatte Foreman Ali aber einige Male erwischt. Hier wurde klar, dass die Taktik geändert werden müsse. Ali hatte seinem Trainer und den Fans schon vor dem Kampf erzählt, dass er eine Spezialtaktik hätte. Anstatt zu Tänzeln, wie er es sonst immer getan hatte, ließ er sich jetzt von Foreman in die Seile drängen. Indem er sich weit nach Hinten lehnte, konnte Foreman seinen Kopf nicht erreichen. Währenddessen nutzte Ali jede Gelegenheit Schläge gegen den Kopf vorzubringen. Nach vier Runden wurde Foreman langsam müde. Ali setzte zwischendurch noch psychologische Spielchen ein indem er fragte: Ist das alles was du hast, George?

Er ist es wieder: The World’s Greatest

In der achten Runde war Foreman so geschafft, dass seine Schläge und Verteidigung nichts mehr brachten. Mit zwei schnellen Links-Rechts-Kombinationen und neun aufeinander folgenden Kopftreffern, erwischt Ali George Foreman, der stolperte und auf dem Ringboden landete. Dort blieb er liegen, bis der Schiedsrichter ihn ausgezählt hatte.
Der Kampf ging deshalb in die Geschichte ein, weil Muhammad Ali das schaffte, was bis vor ihm nur ein Boxer geschafft hatte, nämlich sich den Titel, den er sieben Jahre zuvor verloren hatte, zurückzuholen.

Er war wieder der Größte.Similar Posts:

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