Box-Weltmeister Vitali Klitschko muss seinen Titel gegen Juan Carlos Gomez verteidigen. Der Kampf zwischen dem Kubaner aus dem Hamburger Arena-Stall und dem Ukrainer soll im März stattfinden. Dies bestätigte der Weltverband World Boxing Council (WBC) in China.
Wenn sich die Klitschko-Agentur K2 und Arena nicht über die Rahmenbedingungen des Kampfes einig werden, soll der Kampf am 19. Dezember in Mexiko-City versteigert werden.
Vor einem Monat hatte sich Vitali Klitschko den WBC-Titel im Schwergewicht bei seinem Comeback souverän gegen den Nigerianer Samuel Peter zurückgeholt. Der 37-jährige Klitschko hatte nicht ausgeschlossen vor seiner Pflichtverteidigung gegen Gomez einen freiwilligen Titelkampf vorzunehmen. Dabei wurde als ein möglicher Gegner WBA-Weltmeister Nikolai Walujew aus Russland aus dem Berliner Sauerland- Stall vorgeschlagen.
Wladimir und Witali Klitschko wollen die Alleinherrschaft im Schwergewichts-Boxen besitzen. Nun will einer der beiden Brüder dem russischen Champion Nikolai Walujew den WBA-Titel abluxen.
“Wir wollen unseren Traum, alle WM-Gürtel zu halten, wahr machen. Es wird zwischen uns zu keinem Streit kommen, wer von uns beiden gegen Walujew kämpfen soll”, sagte WBC-Weltmeister Witali Klitschko beim WBC-Kongress im chinesischen Cheng Du, der auch für seinen kleinen Bruder Wladimir sprach, der Gürtelträger der Verbände WBO und IBF ist.
Witali macht sich auch schon Gedanken, wo der Titelvereinigungs-Kampf stattfinden könnte. “Warum nicht in Kiew, Moskau oder London? Wir brauchen nur eine Arena, die 30.000 oder 40.000 Zuschauern oder mehr fassen kann”, so der 37-Jährige.
„Dr. Faust“ hatte seinen WBC-Gürtel im Vormonat gegen den Nigerianer Samuel Peter erfolgreich verteidigt und muss sich bis Januar einen Pflicht-Herausforderer angeln. Wladimir hat mit dem US-Amerikaner Hasim Rahman schon einen starken Herausforderer für den 13. Dezember gefunden. Walujew ist für den 20. Dezember auch noch für seine freiwillige Verteidigung auf Suche nach einem Herausforderer.
Hasim Rahman heißt der neue Herausforderer des Schwergewichts-Weltmeisters Wladimir Klitschko. Der US-Amerikaner springt für den ursprünglichen Herausforderer Alexander Powetkin aus Russland ein, der den WM-Kampf kürzlich verletzungsbedingt absagen musste.
“Hasim Rahman ist ein ganz starker und äußerst erfahrener Gegner, den ich definitiv nicht unterschätzen werde. Seine lauten Sprüche kenne ich noch von den Pressekonferenzen, die er im Vorfeld des 2005 leider abgesagten Kampfes mit meinem Bruder geklopft hat. Das typische Ballyhoo eben. Davon werde ich mich aber nicht beeindrucken lassen. Ich freue mich riesig wieder in der SAP Arena zu boxen. Ich bin dort zum zweiten Mal Weltmeister geworden, und die Fans aus der Region sind einmalig. Die Stimmung in der Halle war bei meinen beiden Auftritten jedesmal gigantisch”, schrieb Wladimir Klitschko auf seiner Internet-Präsenz.
Ins Rampenlicht geriet Rahman, der seit 1994 Boxprofi ist, mit dem sensationellen K.o.-Sieg gegen Weltmeister Lennox Lewis am 22. April 2001. Ungefähr ein halbes Jahr später schickte der Engländer bei der Revanche Rahman ebenfalls durch K.o. auf die Bretter. Rahman hat bislang 53 Profi-Kämpfe auf seinem Konto, von denen er 36 gewann und zweimal Unentschieden boxte.
Und schon beginnt das öffentliche Gemetzel des US-Boys, der gegen beide Klitschkos boxen möchte: “Ich freue mich über diese großartige Chance. Klitschko wird noch bereuen, dass er mich ausgesucht hat. Ich werde ihn wie Lennox Lewis ausknocken und seine Gürtel mit in die USA zurücknehmen. Danach ist dann sein Bruder Vitali dran.”
Die Titelverteidigung Klitschkos der Verbände IBF, WBO und IBO wird gegen „The Rock“, so sein Kampfname, am 13. Dezember in Mannheim stattfinden.
Hier das K.o. durch Rahman gegen den damals haushohen Favoriten Lennox Lewis:
Box-Weltmeister Felix Sturm hat am Samstagabend in der Arena in Oberhausen souverän seinen WM-Titel nach WBA-Version im Mittelgewicht verteidigt. Der Leverkusener siegte gegen Sebastian Sylvester deutlich nach Punkten (118:110, 118:110, 119:109).
Felix Sturm meinte nach seiner Pflichtverteidigung: “So etwas brauchen wir öfter, einmal im Jahr - und nicht alle acht Jahre.” Im Jahre 2000 standen sich das letzte Mal zu einem rein deutschen WM-Kampf Dariusz Michalczewski und Graciano Rocchigiani gegenüber.
Der Titelverteidiger ließ vor 9200 Zuschauern in der ausverkauften König-Pilsner-Arena seinem Herausforderer mit beeindruckend vielen Schlägen und einem starken linken Jab wenige Chancen. “Er drückte und drückte und haute mir immer wieder die Linke rein. Das hatte ich mir anders vorgestellt”, meinte der Geschlagene.
Der 29-jährige Mittelgewichtler könnte sich einen weiteren deutschen WM-Kampf gegen Arthur Abraham vorstellen. Aber realistischer wäre ein Fight in den USA gegen Kelly Pavlik, der WBC- und WBO-Weltmeister ist. “Arthur und ich - wir stehen jederzeit für diesen Kampf zur Verfügung”, erklärte der Star des Abends.
Weltmeister Arthur Abraham wird am 08. November in der JAKO Arena in Bamberg seinen IBF-Gürtel im Mittelgewicht gegen Pflichtherausforderer Raul Marquez aus den USA verteidigen.
“Das wird ein harter Brocken”, schätzte Arthur Abraham den nicht zu unterschätzenden Gegner ein. “Doch ich werde die Fans in meiner Heimat nicht enttäuschen. An Bamberg habe ich ganz besondere Erinnerungen”, sagte der in Armenien geborene Boxer, zu der fränkischen Stadt, wo er mit dem Boxen begann.
Trainer Ulli Wegner sagte zum kommenden IBF-Kampf seines Schützlings, der in 27 Profikämpfen unbesiegt ist und 22 Fights durch K.o. beendete: “Er kann auch in Amerika ein ganz großer werden. Doch dafür muss er erst einmal Marquez aus dem Weg räumen. Das wird alles andere als einfach. Wir haben ihn genauestens studiert.”
Auf der Pressekonferenz fand Abraham respektvolle Worte zu seinem 37-jährigen Gegner, der 41 Profikämpfe gewonnen hat (29 K.o.’s), nur drei Niederlagen einstecken musste und einmal Unentschieden boxte: “Er hat sich das Recht verdient, um die WM zu kämpfen. Leider wird es für ihn nicht reichen. Der Titel bleibt in Deutschland.”
Bayreuth ist am Wochenende Austragungsort der Deutschen Judo-Meisterschaften. Fast 400 Teilnehmer werden auch ohne Olympiasieger Ole Bischof in der Oberfrankenhalle in 14 Gewichtsklassen für wahre Judo-Festspiele sorgen.
„Ich brauche eine Phase, in der ich auch vom Kopf her abschalten kann“, bat Ole Bischof um Verständnis für sein Fehlen. Aber die Olympia-Teilnehmer Romy Tarangul (Frankfurt/Oder), Michael Pinske (Berlin) und Andreas Tölzer (Mönchengladbach) sowie alle Olympia-Ersatzathleten werden um den nationalen Titel fighten.
Bei den Bayreuther Deutschen Judo-Meisterschaft wollen sich auch viele Judokas eine gute Ausgangsposition für die Ausscheidung zu den bevorstehenden Qualifikations-Turnieren für die Europa- und Weltmeisterschaften im kommenden Jahr verschaffen. „Ich hoffe, dass sich ein paar neue Athleten anbieten, die den nächsten Olympia-Zyklus mit Kurs auf 2012 anpeilen“, erklärte der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), Peter Frese.
Der Italiener Giacobbe Fragomeni ist neuer Weltmeister nach WBC-Version im Cruisergewicht. Der frühere Europameister eroberte sich den zuvor vakanten Titel im PalaLido in Mailand, vor zirka 3000 Zuschauern. Der 38-Jährige siegte durch einen technischen Punktsieg in der achten Runde gegen Rudolf Kraj aus Tschechien.
Giacobbe Fragomeni dominierte den Kampf mit Unterstützung der heimischen Zuschauer ab der dritten Runde. Trotz Reichweiten-Nachteile legte der italienische Cruisergewichtler beherzt vor und brachte den 30-jährigen Rudolf Kraj mit seiner hohen Schlagfrequenz oft in Bedrängnis. In der siebten Runde öffnete sich nach einem unabsichtlichen Zusammenprall beider Kontrahenten ein blutender Cut am Auge von Fragomeni.
Der Ringrichter ließ den WM-Fight zunächst weiterlaufen. Aber in der achten Runde beendete er den Kampf aufgrund der immer doller blutenden Verletzung beim Italiener nach Rücksprache mit dem Ringarzt.
Zu diesem Zeitpunkt sahen die Box-Punktrichter Fragomeni mit 77:74, 77:74 und 77:74 in Führung liegend. Somit wurde der Lokalmatador zum neuen WBC-Champion im Cruisergewicht erklärt.
Die Finalkämpfe des diesjährigen K-1-Word Grand Prix’s finden am 6. Dezember in Yokohama statt. In der japanischen Stadt wird der Nachfolger des letztjährigen Siegers Sammy Shield (Niederlande) ermittelt.
Bei den K-1-Elimination-Fights, die über das Jahr verteilt auf der ganzen Welt ausgetragen wurden, haben sich acht K-1-Kämpfer für das World-Finale qualifiziert. In den letzten Jahren, von 2005-2007, hat der Holländer Semmy Shilt die K-1-Szene beherrscht. Nun erfolgt eine Wachablösung in dieser relativ neuen Kampfsportart, die etliche Fans überall auf der Welt besitzt. Beim letzten Elimination-Fight in Südkorea wurde Shield durch seinen Landsmann und alten Hasen Peter Arts, der 1994, 95 und 98 den K-1-World-Champ-Titel errang, aus dem Finale geworfen.
Aber es lauert eine neue Generation von K-1-Kämpfern, die heiß auf die begehrte Trophäe dieser Kampfsport sind, bei der verschiedene Techniken aus Karate, Taekwondo, Muay Thai, Kickboxen, Boxen und anderen Kampfsportarten erlaubt sind. Dazu zählen Kämpfer wie der Marokkaner Badr Hari oder Ruslan Karaev aus Russland.
Im Achtelfinale kämpft Peter Arts gegen Badr Hari. Der zweite Kampf wird zwischen Errol Zimmermann (Niederlande)und Ewerton Teixeira (Brasilien) ausgetragen. Im dritten Duell treffen Gokhan Saki (Türkei) und Ruslan Karaev aufeinander. Den letzten Fight tragen K-1-Finalsieger von 2003 und 2004, Remy Bonjasky (Niederlande) und Jerome Le Banner (Frankreich) aus.
Ursprünglich war für den 13. Dezember in Mannheim die Titelverteidigung von IBF- und WBO-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko aus der Ukraine gegen Alexander Powetkin geplant. Nun musste der russische Herausforderer Powetkin den Kampf wegen einer Verletzung absagen.
“Alexander hat sich im Training eine Bänderverletzung im linken Knöchel zugezogen, kann bis Ende November nicht trainieren und deshalb in diesem Jahr nicht mehr boxen”, erklärte Heiko Mallwitz vom Sauerland-Boxstall in Oldenburg.
Dem Pflicht-Herausforderungsrecht wird Alexander Powetkin aber auf jeden Fall nachgehen, hieß es weiter. Der Termin für die Titelverteidigung von IBF und WBO mit Wladimir Klitschko in Mannheim steht aber dennoch. “Wir sind jetzt auf der Suche nach einem gleichstarken Herausforderer. Es wäre jammerschade, wenn Wladimir nicht kämpfen könnte. Er steckt mitten in der Vorbereitung”, meinte sein Manager Bernd Bönte in einem Interview mit der “Bild.de”.
Profi-Boxer Danilo Häußler aus Frankfurt/Oder hat letzten Samstag gegen WBA-Weltmeister Mikkel Kessler verloren und damit seine erste und wohl auch letzte WM-Chance verspielt. Der 33 Jahre alte Super-Mittelgewichtler verlor gegen den Dänen vor 4500 Zuschauern in der Weser-Ems-Halle Oldenburg deutlich durch K.o. in der dritten Runde.
Nach der vierten Niederlage im 34. Profi-Kampf rät sein Coach Manfred Wolke dem früheren Europameister zum Rücktritt. „Ich bin für klare Verhältnisse, Danilo sollte nicht mehr in den Ring steigen“, meinte der 65-Jährige. Aber davon will Häußler nichts wissen. „Wenn sich die Chance ergibt, um große Titel zu kämpfen, warum sollte ich die dann nicht nutzen?“, erklärte der Oder-Städter nach der klaren Niederlage.
„Danilo hat ein großes Kämpferherz. Er geht nicht in den Ring, um zu verlieren. Aber heute ist alles gut gelaufen“, sagte der Gewinner nach seinem 41. Sieg im 42. Kampf. Eine linke Gerade von Kessler streckte den deutschen Herausforderer in der dritten Runde nieder, so dass Ringrichter Stanley Christodoulou Häußler auszählte.
WBA-Weltmeister Kessler will nun noch höher hinaus. „Ich will alle Titel im Super-Mittelgewicht vereinen, ich will die großen Namen boxen“, meinte der Däne nach seiner WM-Verteidigung.