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Hier wird nicht gekratzt und gebissen
 


Archiv: Olympia

Romy Tarangul – Playboy und Olympia

Autor: Andreas
abgelegt in: Olympia

Den Traum vom Olympiasieg musste Romy Tarangul recht schnell begraben. Zunächst hatte die 21jährige einen Kampf gegen die Usbekin Sinura Djurajewa gewonnen, musste sich dann aber aufgrund einer unglücklichen Verwarnung in der Verlängerung Japanerin Misato Nakamura beugen. Im Anschluss traf sie auf die Belgierin Ilse Heylen, der sie ebenfalls unterlag und sich somit von Olympia 2008 verabschieden musste.

Zwar ist dies eine riesige Enttäuschung für Romy Tarangul, jedoch muss ihr angesichts ihres Alters keine Bange sein. Die am 19.10.1987 in Frankfurt (Oder) geborene Judo-Athletin wird sich recht schnell von dieser Niederlage bei Olympia erholen und so richtig durchstarten. Schließlich hatte sie zuletzt in der hart umkämpften 52-Kilo-Klasse die Vize-Europameisterschaft errungen.

Dass sie zudem auch optische Reize hat, wollte Romy Tarangul der Welt nicht vorenthalten. Im neuesten Playboy präsentiert sie sich gemeinsam mit anderen Olympia-Teilnehmerinnen und möchte damit einem Klischee entgegen treten: „Die Kombination aus Kampfsport und Frauen wird immer gleichgesetzt mit unweiblichen Muskel-Amazonen.“, so die Vize-Europameisterin im Playboy.


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Olympia - Erstes Gold fürs Judoteam

Autor: Andreas
abgelegt in: Olympia

Der Tag begann mit einem weiteren 9. Platz für die deutschen Judofrauen. Anna von Harnier startete ihr Turnier in der Gewichtsklasse bis 63 kg mit einem schnellen Sieg. Innerhalb von nur 8 Sekunden bezwang sie die Amerikanisch Samoanische Kämpferin Silulu A Etonu mit Ippon. Auch im zweiten Kampf gegen die Mongolin Battugs Tumen-od brauchte sie nur die halbe Kmapfzeit, um den Kampfvorzeitig zu siegen. Es sah also nach einem Durchmarsch aus, bis sie im Pool Finale auf die auf die Französin Lucie Decosse traf. Diese zeigte Harnier die Grenzen auf und gewann mit einem links angesetzten Ashi-uchi-mata. Die Deutsche hatte nun nur eine Medaillie in der Trostrunde in Aussicht. Dort kämpfte sie gegen Urska Zolnir. Der Slowenin gelangen zwei Waza-ari, was für ein vorzeitiges Ende der deutschen Medaillienhoffnungen sorgte.

Frauen bis 63 kg

1. Ayumi Tanimoto, Japan
2. Lucie Decosse, Frankreich
3. Elisabeth Willeboordse, Niederlande
3. Ok Im Won, Nordkorea
5. Driulis Gonzalez, Cuba
5. Claudia Heill, Österreich
7. Ysis Barreto, Venezuela
7. Urska Zolnir, Slovenien

Ole Bishoff sorgt für erstes Olympiagold der Männer seit 1996

Doch dann kam Ole Bischoff! Im ersten Kampf traf er auf den den Azerbaidshaner Mehman Azizov, den er mit zwei Yuko gewann. Im zweiten Kampf musste er sich dann gegen den Amerikaner Travis Stern durchsetzen. Zuerst kassierte dieser einen Shido, im weiteren Verlauf erhielten beide Kämpfe noch je eine Bestrafung, womit der Deutsche eine weniger hatte. Diese Wertung reichte ihm auch, um ins Poolfinale einzuziehen. Dort bekam er es mit einem ganz dicken Brocken zu tun, dem brasilianischen Weltmeister Tiago Camilo. Durch einen Ko-soto-gake-Ansatz konnte sich Bischoff einen kleinen Vorteil erarbeiten. Nachem er mit einem Sumi-gaeshi einen weiteren Waza-ari erhielt, war das Halbfinale perfekt.
Dort traf er auf den Ukrainer Roman Gontiuk. Zuerst geriet der Deutsche in Rückstand, da er afgrund von Passivität einen Koka erhielt. Das gleiche Schicksal holte jedoch auch den Ukrainer eine Minute vor Schluss ein, womit wieder Gleichstand war. 34 Sekunden vor Ende konnte Bischoff jedoch mit Yuko wieder in Führung gehen und diese bis zum Ende behaupten.

Nun kam es zum packenden Finale gegen den Koreaner Jae-Bum Kim. Ole Bischoff gelang 50 Sekunden vor Ende des Kampfes ein Yuko, der seinen Sieg und damit die zweite deutsche Goldmedaille in diesem Turnier überhaupt besiegelte.

Männer bis 81 kg:

1. Ole Bischof, Deutschland
2. Jae-Bum Kim, Südkorea
3. Tiago Camilo, Brasilien
3. Roman Gontiuk, Ukraine
5. Nyamkhuu Damdinsuren, Mongolei
5. Guillaume Elmont, Niederlande
7. Euan Burton, Groß Britanien
7. Robert Krawczyk, Polen


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Was am ersten Wettkampftag des DJB begonnen hatte, setzte sich nun bei den anderen Frauen fort. Michaela Baschin konnte lediglich den 9. Platz erreichen und blieb somit ohne Medaille.

Als nächste musste Romy Tarangul gegen die Usbekin Zinura Djuraeva ran. Der erste Kampf lief sehr gut und sie konnte bereits nach 4:48 min mit Ippon gewinnen. Sie war über weite Strecken die stärkere Kämpferin und konnte sich im Verlauf noch steigern. Sie erhielt dann auch folgerichtig zwei Wertungen, die kampfentscheidend waren.
Zuerst bekam sie einen Koka für einen Seoi-nage rechts, und einen zweiten erhielt sie dann im Boden mit einem Würgegriff. DJB-Präsident Peter Frese sagte über diesen Kampf: “Romy hat hier sehr hart und gut gearbeitet und den Kampf verdient gewonnnen.”

In der zweiten Begegnung musste sie gegen die favorisierte Japanerin Misato Nakamura ran. Während der normalen Kampfzeit wurden beiden aber keine Wertung zugesprochen. In der zweiten Hälfte aber bekamen beide einen Shido, der das Golden Score zur Folge hatte. Dort wurde Tarangul ein Wurfeingang als Scheinangriff gewertet, welches ihr einen Shido einbrachte. Dies gab dann auch den Ausschlag zugunsten der Japanerin. Mit etwas mehr Glück hätte sie diesen Kampf auch gewinnen können.

In der Trostrunde traf sie dann auf die Belgierin Ilse Heylen. Dort zeigte sie zwar gute Ansätze, schaffte es aber nie richtig, die Belgiern zu stellen. Am Ende bekam sie einen Shido für Inaktivität, durch den sie den Kampf verlor.
Der neunte Platz, den sie dadurch erreichte, ist umso enttäuschender, wenn man bedenkt, dass gegen die Japanerin, die dann auch die Bronzemedaille gewann, mehr drin gewesen wäre.

Yvonne Bönisch in starker Gruppe auch nur 9.

Nun hatte die Olympiasiegerin Yvonne Bönisch die Möglichkei, ihren Titel zu verteidigen, doch auch sie scheiterte.
Zuerst musste sie gegen die Italienerin Giulia Quintavalle ran, die es ihr schwerer machte als angenommen. Bönisch fand nie richtig in den Kampf und musste zuerst einen Koka und zu guter letzt einen Wasa-ari einstecken. Am Ende verlor sie den Kampf verdient. Da die Französin Barbara Harel die dreifache Weltmeisterin Kye schlug und mit Quintavalle ins Poolfinale einzog, gab es nochmal Hoffnung für Bönisch. Durch den Sieg der Italienerin hatte sie dann auch Glück und kam in die Trostrunde, wo sie weiter um Bronze kämpfen konnte.

Als sie auch noch gegen die Mongolin Erdenet-Od Kishigbat mit Waza-ari und Yuko siegte, standen ihr die Türen zumindestens für Bronze wieder offen. Nun musste sie nur noch Barbara Harel schlagen. Als sie nach etwa 3 Minuten durch einen De-ashi-barai einen Koka kassierte, schlugen diese Türen wieder so schnell zu, wie sie sich geöffnet hatten. Sie war nicht mehr in der Lage, den Rückstand während des Kampfes aufzuholen. In allen Kämpfen zeigte sie ne die Spritzigkeit, die man von ihr gewohnt ist und so bleibt es nun den Männern überlassen, den Medaillienspiegel aus deutscher Sicht etwas aufzubessern.


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Olympia hat begonnen und es gibt die erste Enttäuschung. Nachdem Michaela Baschin vom DJB durch ein Freilos in der ersten Runde weiterkam, konnte sie in der nächsten Runde die Algerierin Meriem Moussa besiegen. Im Kampf um das Halbfinale traf sie auf die Kubanerin Yanet Bermoy. Diese besiegte sie mit Waza-ari (Halber Punkt).

Im Achtelfinale musste sie sich nun einem ganz schweren Brocken stellen und gegen keine Geringere als  die Vize-Weltmeisterin Yanet Bermey aus Kuba kämpfen. In diesem Kampf musste sie sich aber geschlagen geben und verlor knapp durch Shido (Bestrafung).

In der Trostrunde traf sie dann auf  Lyudmila Bogdanova aus Russland. In einem kräfteraubenden Kampf sah es lange Zeit nach einem Sieg für die Deutsche aus. Es gab zwar keine Wertung, aber sie war eindeutig die aktivere Kämpferin. Doch dann passierte ihr eine kleine Unachtsamkeit und der Russin gelang es, die Deutsche mit einem Feger zu Boden zu bringen. Dieser halbe Wurf brachteder Russin einen halben Punkt, der für den Sieg reichte und die Hoffnung auf eine erste deutsche Judo Medaille zunichte machte.


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uchi mata©by nguoivntramlang

Bei den Europameisterschaften in Lissabon hatten die deutschen Judoka die letzte Chance, sich ein Ticket für die olympischen Spiele in Peking zu holen.
Romy Tarangul erreichte einen sensationellen zweiten Platz (-52kg) und hat somit einen Platz bei Olympia sicher. Sie besiegte in der Verlängerung des Halbfinales die französiche Vizeeuropameisterin Audrey La Rizza mit einem sehenswerten Schulterwurf, um sich erst im Finale durch die Spanierin Ana Carrascosa Zardgoza geschlagen zu geben. Marlen Hein allerdings, der man ebenfalls durch ihre Platzierung in den Europaranglisten Chancen auf eine Teilnahme einräumen musste, schied in der Hoffnungsrunde aus.
Ebenso enttäuschend war der Auftritt von Adrian Kulisch (Esslingen), der gleich im ersten Kampf gegen den Letten Deniss Kozlovs ausschied. Somit wird in Peking bei den Männern bis 66kg kein Deutscher an den Start gehen. Vor allem durch die starken Leistungen der Frauen schickt der DJB nun neun Athleten/innen nach China. Bei den Frauen gehen neben der 20 jährigen Tarangul Olympiasiegerin Yvonne Bönisch (-57kg) (Potsdam), die Olympia-Dritte Annett Böhm (-70kg) (Leipzig), Leichtgewichtlerin Michaela Baschin (-48kg) und die WM Medailliengewinnerinnen Sandra Köppen-Zuckschwerdt (+78kg) (Brandenburg) und Anna von Harnier (-63kg) an den Start. Bei den Männern konnten sich lediglich Michael Pinske (-90kg) (Berlin), sowie die beiden Ex-Europameister Andreas Tölzer (+100kg) (Mönchengladbach) und Ole Bischof (-81kg) (Reutlingen) qualifizieren.


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TKD ©by arlen/flikr

Bei den Taekwondoin läuft die Qualifikation für die olympischen Spiele dieses Jahr viel erfolgreicher als beim letzten Mal, wo kein Sportler zum Kämpfen nach Athen reisen durfte. Dieses Jahr sind es gleich vier TKDin, die sich qualifizieren konnten. Levent Tuncat wird in der Klasse -58kg bei den Männern starten, nachdem er beim Qualifikationsturnier in Manchester (28.-30.09.2007) den 2. Platz erreichte. Weitere Tickets wurden Anfang dieses Jahres in Istanbul vergeben, wo sich schließlich Daniel Manz (-68 kg), die Wupperthalerin Pinar Budak (-59 kg) und als jüngste Teilnehmerin, Sümeyye Gülec (-49 kg) für die Spiele qualifizierten.
TKD ist seit der Olympiade in Sydney fester Bestandteil der Spiele und hat sich inzwischen einigermaßen etabliert. Allerdings nahm die breite Öffentlichkeit bis jetzt relativ wenig Notiz von dieser Sportart, was nicht zuletzt an der Erfolglosigkeit in Athen lag. Woher diese Unbeständigkeit kommt, lässt sich nur erahnen. Zum einen fehlt die breite Basis. TKD ist in Deutschland in mehrere Verbände (WTF, ITF) aufgesplittet, deren Feindschaften und ideologische Differenzen eine enge Zusammenarbeit verhindert. Daneben fehlte dem TKD bis jetzt das Gesicht. Um dieser jungen olympischen Kampfsportart auch in den Medien mehr Aufmerksamkeit schenken zu können, ist ein großer Kader die Grundvorrausetzung. Wenn jetzt noch ein paar Medaillen hinzukommen, könnte TKD einen ähnlichen Weg nehmen wie Judo.


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Schulterwurf ©by didinejudo/photobucket

Bei den deutschen Judoka geben die Frauen den Ton an. Durch ihre guten WM-Ergebnisse gab es bereits zwei sichere Qualifizierungen von den Schwergewichtlerin Sandra Köppen-Zuckschwerdt und Anna von Harnier .
Da die Männer ihre WM- Teilnahme verpatzten, mussten sie auf eine Qualifikation über die Europa-Ranglisten hoffen. Dort allerdings sieht es für die Deutschen nicht so schlecht aus. Insgesamt haben bis jetzt 23 Frauen und 17 Männer Punkte für einen Platz auf der Nominierungsliste gesammelt, wobei es für die Letzten auf der Liste eng wird.

Da die Europameisterschaften am 11.-13.4.08 die letzte Möglichkeit darstellen, sich für Olympia zu qualifizieren, können einige Sportler des DJB ihr Ticket für China jetzt schon buchen. Bei den Männern haben somit Andreas Tölzer (Mönchengladbach), Ole Bischof (Reutlingen) und Michael Pinske (Berlin) ihre Teilnahme gesichert. Bei den Frauen sind Olympiasiegerin Yvonne Bönisch sowie Leichtgewichtlerin Michaela Baschin (Backnang) bereits qualifiziert. Mit Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) und Marlen Hein (Frankfurt) stehen zwei weitere Frauen in der Rangliste weit vorne und können sich bei einer guten EM Platzierung Hoffnungen auf Olympia machen.


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