Fightingblog

Hier wird nicht gekratzt und gebissen
 


Archiv: Mixed Martial Arts

Aus Befürchtung, das zu großen Teilen jugendliche Publikum zu erhöhter Gewaltbereitschaft anzustacheln, gedenkt Senator Körting das Gemetzel in  der landeseigenen Max-Schmeling-Halle abzusagen.

Da der Sport- und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) nach Kräften gegen die Veranstaltung angeht, sieht Hallenbetreiber Velomax nun einem möglichen Ausfall entgegen. „Im Moment ist nichts auszuschließen“, teilt Velomax-Sprecher Gunther Thiele mit. „Wir werden jetzt alles mit Bedacht prüfen und dann eine Entscheidung treffen.“ geplant ist, dass 20 Xtreme Fighter

am 12. Dezember in achteckigen Käfigen einander zu Boden bringen. Wer der geistigen Herausforderung beiwohnen mag, zahlt für die Tickets 42 bis 276 Euro. Das extreme Fighting Reglement sieht vor, den Ringgegner weiterlesen »


Heute, am Silvesterabend, findet in Tokio ein ganz besonderer Leckerbissen für  Kampfsportfans statt. In der Saitama Super Arena wird am Ende des Jahres das FieLDS Dynamite 2008 ausgetragen.

Bei dieser bedeutenden Kampfshow werden 36 Kämpfer im Alter zwischen 15 und 40 Jahren im Land der aufgehenden Sonne um die Titel fighten. In der japanischen Saitama Super Arena werden zehntausende Zuschauer die Kämpfe verfolgen und im Fernsehen erwartet man  Zehnmillionen Menschen, die diesen Event verfolgen werden.

Beim Dynamite 2008 wird es MMA-Kämpfe und K-1-Kämpfe geben. Stars,  wie zum Beispiel Badr Hari, Hong-Man Choi, Mighty Mo, Ex-K-1-Weltmeister Semmy Schilt werden dem Publikum bei diesem Kampfsport-Highlight, welches schon zur Silverstertradition in Tokio geworden ist, eine extravagante Fightshow liefern.


UFC ©by burktra

Die UFC 84 sind nun vorüber und waren nach Meinung vieler eine der besten Veranstaltungen der letzten Jahre. BJ Penn hatte es mit Sean Sherk zu tun und gewann souverän durch TKO am Ende der dritten Runde. Zuerst traf er Sherk mit einem Flying Knee, um ihn dann mit einer Serie von Schlägen einzudecken. Der Referee hatte keine andere Wahl mehr als abzubrechen und Penn den vakanten Leichtgewichttitel zuzusprechen. Wanderlei Silva wollte gegen Keith Jardine beweisen, dass er immer noch Einer der Besten ist und dies gelang ihm eindrucksvoll. Bereits in der ersten Runde (0:36) traf er Jardine mit harten Faustschlägen und schickte ihn zu Boden. Nach einigen weiteren Treffern dort, machte der Ringrichter dem Kampf ein Ende.

Der Kampf Wilson Gouveia Vs. Goran Reljic endete ebenfalls nach TKO in der zweiten Runde (3:15) mit Rejic als Sieger.
Auch Tito Ortiz hatte Einiges gutzumachen nach zuletzt weniger erfolgreichen Kämpfen. Allerdings gelang ihm dies nicht so gut wie zuvor Silva. Nach einem guten Kampf, den Machida sowohl im Stand als auch am Boden leicht dominierte, entscheiden die Kampfichter einstimmig (30-27) für den Brasilianer.
Thiago Silva besiegte Antonio Mendes in der ersten Runde (2:24) nach Aufgabe durch eine Serie von Schlaghageln.


Jede Sportart lebt auch von den Bad Guys, den Unbeliebten, den Rüpeln. In der UFC wird dies von Tito Ortiz verkörpert, der seine Kampfsportkarriere in Huntington Beach als Ringer begann und dort einige Erfolge vorzuweisen hat. Bei den UFC 13 in 1997 debutierte er bei den UFC 13, wo er Wes Albritton schlug schließlich aber gegen Guy Metzger verlor.

In den nächsten Jahren besiegte er zahlreiche namhafte MMA Kämpfer wie Ken Shamrock, Vitor Belfort und Vanderlei Silva, gegen den er bei den UFC 25 den vakanten Halbschwergewichtstitel holte. Bei den UFC 19 revanchierte er sich für seine erste Niederlage bei Guy Metzger. Die Einzigen, gegen die Ortiz kämpfte, aber immer verlor, waren Chuck Liddell (3mal), Randy Couture und Frank Shamrock (je 1mal). Inzwischen beträgt sein Kampfrekord 15-5-1, und er wird bei den UFC 84 versuchen, diesen Rekord aufzustocken.

Er ist bekannt für starke Fausttechniken, gutes Ringen und sehr hartes Ground & Pound (Schlagtechniken am Boden). Seinen schlechten Ruf hat er dadurch, dass er seine Gegner oft beschimpfte und zu jedem Kampf ein T-Shirt trägt, dass fast immer seine Gegner verhöhnt oder seine Überlegenheit über andere kundtut.
2005 machte er einen kleinen Abstecher ins Wrestling, wo er als Gast Referee beim Kampf zwischen Jeff Jarrett and A.J. Styles andiente.


Die Geschichte der UFC ist gepägt durch die Erfolge diverser BJJ-Kämpfer. Einer von ihnen ist BJ “Baby Jay”Penn, der 1978 in Kailua, Hawaii als jüngster von 5 fünf Brüdern geboren ist. Neben seinen Grapplingskills ist der 1,75m große und 70,5kg schwere Amerikaner er aber auch für seine starken Boxtechniken bekannt, eine Eigenschaft, die man in der Regel eher nicht im BJJ findet. Er begann sein Training mit 17 unter Ralph Gracie und ist inzwischen Leichtgewicht Champion der UFC und ehemaliger Champion im Weltergewicht. 2004 nach seinem Sieg gegen Matt Hughes, wechselte er für eine kurze Zeit zu K1, wo er unter anderem Renzo Gracie oder Duane Ludwig besiegte. Seit 2005 kämpft er weider in der UFC und gehört dort zu den erfolgreichsten Kämpfern. Sein Kampfrekord im MMA beträgt 12-4-1. Daneben ist er der einzige Amerikaner, der je die World Brazilian Jiu-Jitsu Championship gewinnen konnte.


Eine der bedeutensten Schulen im Bereich des Free Fight ist die brasilianische „Chute Boxe Academy“. Sie brachte auch den als Axt Murder bekannten Wanderlei Silva hervor. Silva gilt als Stand Up Spezialist mit Wurzeln vor allem im Muay Thai. Berühmt berüchtigt sind dabei die Schlaghagel, mit denen er seine Gegner eindeckt und sein unglaublich großer Kampfgeist. Daneben hält er aber auch den Schwarzgurt im brasilianischen Jiu Jitsu, was ihn ebenfalls zu einem nicht ungefährlichen Gegner am Boden macht. Er gehört zu den erfolgreichten Kämpfern überhaupt und hat schon gegen die besten Fighter gekämpft. Seine bevorzugte Gewichtsklasse ist die bis 93kg und sein Kampfrekord von 31-8-1 bezeugt dies eindrucksvoll. Früher kämpfte er im japanischen Pride FC, welches er lange dominierte mit einer für das MMA unglaublichen Serie von 18 Siegen hintereinander.

Seine schwersten Niederlagen hatte er fast immer gegen Schwergewichte wie Mark Hunt oder Mirco “Crocop” Filipovic, der ihn mit einem schweren KO in eine längere Kampfpause zwang. Bei PRIDE kämpfte er dann noch einen Kampf gegen Dan Handerson, den er allerdings ebenfalls durch KO verlor. Inzwischen ist er zur UFC gewechselt, wo er gegen Chuck Liddell, den UFC Matador, seinen ersten Kampf nach Punkten verlor. Nach nun drei verlorenen Kämpfen, will er bei den UFC 84 gegen Keith Jardine erneut beweisen, dass er immer noch zu den Besten gehört.


UFC 84 “ill will”

Autor: Andreas
abgelegt in: Mixed Martial Arts

Die Ultimate Fighting Championchips gelten neben den PRIDE FC als die größten Turniere im Bereich Free Fight. Am 24. Mai ist es wieder so weit und so werden wir die Gelegenheit nutzen, um Ihnen in den nächsten Tagen die Paarungen und einige der Kämpfer vorzustellen.
Die UFC gibt es nunmehr seit 1993 und hat eine beachtliche Entwicklung durchgemacht, vom blutigen Spektakel, dass anfangs noch auf die geringsten Regeln reduziert war bis zum heutigen Modus, der zwar weniger zulässt, aber dadurch massentauglicher und damit auch akzeptierter wurde. Schaute man sich die ersten UFC Matches an, so konnte man oft Techniken gegen den Unterleib, Haareziehen, Kopfstöße, Sockerkicks u.ä. sehen, während dies heute alles verboten ist. Nichtsdestotrotz lassen die Regeln eine Vielzahl von Techniken zu, die man in den klassischen Systemen vermisst und auch im 84. Event der UFC kann man wieder einige der bekanntesten MMA Kämpfer dieser Zeit sehen.


BJ Penn vs. Sean Sherk

Name: BJ “The Prodigy” Penn
Größe: 5′ 9″ (175 cm)
Gewicht: 155 (70 kg)
Kampfrekord: 13-4-1

vs.

Name: Sean “Muscle Shark” Sherk
Größe: 5′ 6″ (168 cm)
Gewicht: 155 (70 kg)
Kampfrekord: 35-2-1


Wanderlei Silva vs. Keith Jardine

Name: Wanderlei “The Axe Murderer” Silva
Größe: 5′ 11″ (180 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 31-8-1

vs.

Name: Keith “The Dean of Mean” Jardine
Größe: 6′ 2″ (188 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 13-4-1


Wilson Gouveia Vs. Goran Reljic

Name: Wilson Gouveia
Größe: 6′ 1″ (185 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 10-4-0

vs.

Name: Goran Reljic
Größe: 6′ 3″ (191 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 7-0-0


Tito Ortiz Vs. Lyoto Machida

Name: Tito “Huntington Beach Bad Boy” Ortiz
Größe: 6′ 2″ (188 cm)
Gewicht: 204 (93 kg)
Kampfrekord: 16-5-1

vs.

Name: Lyoto Machida
Größe: 6′ 1″ (185 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 12-0-0


Thiago Silva Vs. Antonio Mendes

Name: Thiago Silva
Größe: 6′ 1″ (185 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 11-0-0

vs.

Name: Antonio “Samuray” Mendes
Größe: 6′ 3″ (191 cm)
Gewicht: 205 (93 kg)
Kampfrekord: 14-2-0


Ivan Salaverry Vs. Rousimar Palhares

Name: Ivan Salaverry
Größe: 6′ 0″ (183 cm)
Gewicht: 185 (84 kg)
Kampfrekord: 12-5-1

vs.

Name: Rousimar Palhares
Größe: 5′ 8″ (173 cm)
Gewicht: 185 (84 kg)
Kampfrekord: 16-1-0


Nogueira 2

©by jeremyhuguenin/photobucket

Nur selten hört man eine abweichende Antwortung auf die Frage, wer der beste Free Fighter der Welt ist? Was Roger Federer für die Tenniswelt ist, ist Fedor Emelianenko für die MMA Szene. Der 31 Jährige Russe hat in 5 Jahren 30 Kämpfe bestritten, von denen er 28 gewann. Nur einmal musster er sich geschlagen geben, als er im Kampf gegen Tsuyoshi Kohsaka nach einem Ellbogenschlag einen Cut erlitt und der Kampf daraufhin vom Ringarzt abgebrochen wurde. Da der Ellenbogentreffer eigentlich nicht erlaubt war, war dieses Ergebnis allerdings mehr als umstritten.

Fedor ist geborener Ukrainer, wuchs aber in Stary Oskol, Russland auf, wo er früh mit dem Judo- und Sambotraining anfing, anfangs unter Vasiliy Ivanovich Gavrilov und später unter seinem heutigen Trainer, Vladimir Mihailovich Voronovim. Nach seiner Collegeausbildung wurde dieses Training allerdings unterbrochen, oder stark eingeschränkt, als er für zwei Jahre zum Militär ging. Richtig los ging es erst wieder, als er damit fertig war. 1997 erhielt er seinen “Master of Sports” im Sambo und Judo. Sein erster größerer sportlicher Erfolg war die Bronze Medaille bei den Russischen Judo Meisterschaften 1998. Erst 2000, im Alter von etwa 25 jahren begann er neben dem Grappling, unter Alexander Vasilievich Michkov zusätzlich noch Box- und Kicktechniken zu trainieren, um im Combat Sambo und MMA Fuss zu fassen. Sein Aufstieg danach war kometenhaft und er wurde die dominierende Figur im PRIDE und MMA gesamt. Bis heute hat er mit so illustren Namen wie Mirco Crocop Filipovic, Mark Hunt, Nogueira 3Antonio Rodrigo Nogueira (einmal no Contest), Mark Coleman und Semmy Schilt im Ring gestanden und sie auch besiegt. Es fehlen nur wenige der ganz Großen und es bleibt zu hoffen, dass es nochmal zu Kämpfen zwischen Fedor und ihnen kommt.


©by slinkyandahalf

In den letzten Jahren wird man oft mit den Begriffen Mixed Martial Arts und Free Fight konfrontiert, einer Wettkampfform, in der mehr erlaubt ist, als man von etablierten Kampfkünsten gewohnt ist. Die Kämpfer dürfen je nach Regelwerk Fäuste, Füße, Knie und Ellenbogen nutzen und am Boden mit Schlägen, Hebel- und Würgetechniken (Grappling) kämpfen. Techniken, die augenscheinlich nur dazu dienen, den anderen schwer zu verletzen, sind dagegen nicht erlaubt.

Inzwischen favorisieren viele den Begriff Mixed Martial Arts, der zeigt, dass man in allen Distanzen gut sein muss und dass viele Kämpfer nebeneinander mehrere Kampfsportarten betreiben, die unterschiedliche Schwerpunkte setzten. So machen viele Free Fighter Thaiboxen oder Boxen um im Stand gut zu werden. Sie machen Ringerstile, um ihren Gegner besser zu Boden bringen zu können und betreiben Systeme wie das brasilianische JiuJitsu oder den ähnlichen Stil Luta Livre für ihre Fähigkeiten am Boden. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Systeme, die dies alles wettkampfgerecht kombinierten und MMA so zu einem eigenständigen Stil machen, der perfekt auf den Wettkampf zugeschnitten ist.

Die Notwendigkeit, am Boden kämpfen zu müssen, löste in den 90ern eine Revolution in der Kampfkunstwelt aus, als etablierte Kampfkünstler merkten, dass sie diesem Bereich viel zu wenig Beachtung geschenkt hatten und in den Anfangsjahren dadurch den Grapplingstilen nichts entgegen zu setzen hatten. Inzwischen hat Bodenkampf deshalb auch in anderen Kampfkünsten Einzug gehalten.

Oft werden diese Kämpfe als blutrünstig und brutal dargestellt und man bekommt in den einschlägigen Medien eher den Eindruck, es handelt sich um einen menschlichen Hahnenkampf als um eine Sportart zweier austrainierter Athleten. Während Kämpfer wie Chuck Liddell oder Mirco Filipovic in den USA und Japan wie Stars behandelt werden und Tausende in große Hallen locken, fristet der Sport deshalb hierzulande ein eher stiefmütterliches Dasein.

Chuck Lidell gibt Tipps

Begibt man sich aber einmal in eine entsprechende Schule, merkt man in der Regel schnell, dass das Klischee einer Schlägertruppe weit an der Realität vorbeigeht. Meistens trifft man einen bunten Haufen kampfsportbegeisterter Menschen aus allen Schichten, die das Training sehr ernst nehmen und als das begreifen, was es ist. Ein technisch und konditionell sehr anspruchsvoller Sport, der hohe Anforderungen an die Athleten stellt.


 

©by Boso

Kali, Eskrima oder Arnis sind Bezeichnungen für hunderte verschiedene Stile, die vom philippinischen Archipel entstammen. Während der Ursprung des Wortes Kali der wahrscheinlich Älteste und Ursprünglichste ist, entspringen die anderen spanischen Bezeichnungen. So bedeutet “esgrima” im spanischen Fechten und “arnes de mano” etwa soviel wie Handschutz.

Da die Philippinen eine lange Zeit der Kriege und Kolonisationen hinter sich haben, ist diesen Systemen ein starker Bezug zu Hieb- und Stichwaffen aller Art anzumerken. In fast allen Kalistilen fängt man mit den Waffen, meistens dem Stock an und erarbeitet sich ein koordinatives Grundkonzept, dass auf alle Arten des Kampfes, egal ob bewaffnet oder unbewaffnet, angewendet werden kann.

Typisch für die philippinischen Systeme sind Angriffe auf die Gliedmaßen des Gegners, um ihm seiner Waffen und Mobilität zu berauben. Bei vielen Ablegern der FMA (Filippino Martial Arts) ist der waffenlose Anteil gestiegen, um es auf westliche Bedürfnisse der Selbstverteidigung anzupassen. Auch, wenn man in Regel alles trainiert, setzen manche Kali/Eskrima-Stile ihre Schwerpunkte eher auf Klingenwaffen (Pekiti Tirsia, Sayoc), während andere eher für den Stock berüchtigt sind (ETF, Serrada).

Den meisten dürften diese Systeme weitestgehend unbekannt sein und doch hat fast jeder schon Elemente dieser Kampfkünste gesehen. In vielen heutigen Actionfilmen werden die Choreographien von Leuten gemacht, die aus Umfeld der FMA kommen. Dies fing bei den Bruce-Lee-Filmen (Dan Inosanto) an, ging über die Steven-Seagal-Filme und endete bei den Lichtbildwerken mit Bourne oder den neuen Batmanfilmen (Keysi Fighting Method).