Trotz der Niederlage gegen den Ukrainer Alexander Dimitrenko vor einigen Wochen will Luan Krasniqi wieder in den Ring steigen. Der gebürtige Kosovo-Albaner will ein Versprechen einhalten.
Luan Krasniqi sagte gegenüber der “Stuttgarter Zeitung” bezüglich seiner Frau, die ihn zum Aufhören aufforderte: “Ich kann ihr ja auch mal widersprechen. Wenn mir mein Promoter Klaus-Peter Kohl einen WM-Ausscheidungskampf oder einen Rückkampf gegen Dimitrenko anbietet, sofort.”
Der 37-Jährige könnte sich vorstellen, sich “mit zwei gewonnenen Aufbaukämpfen wieder für einen WM-Ausscheidungskampf zu empfehlen”. Demnächst will sich der Rottweiler mit Vertrauten zusammensetzen und “dann entscheiden, wie es weitergeht.”
“Ich trainiere weiter. Ich kann jetzt nicht so plötzlich damit aufhören. Mein Akku ist immer noch voll, ich bin voller Tatendrang”, meinte Krasniqi, der bis zum durch den Leberhaken bedingten Niederschlag von Dimitrenko nach Punkten vorn lag.
Des Weiteren lässt ihm sein Versprechen an die deutsche Box-Legende, Max Schmeling, keine Ruhe: “Ich habe ihm ja mal versprochen, den WM-Titel im Schwergewicht nach Deutschland zu holen.”
Weltmeister Wladimir Klitschko will im Schwergewichts-Titelkampf mit dem US-Amerikaner Hasim Rahman kurzen Prozess machen. Der 32-jährige Champion aus der Ukraine wird am Samstag in Mannheim seine Titel zum sechsten Mal verteidigen.
Auf der Pressekonferenz versprach Wladimir Klitschko schon einmal: “Ich werde meinen Job so erledigen, wie ich es kann. Ich werde es schnell machen.” Den Fight um die Gürtel der Verbände WBO und IBF in der Mannheimer SAP-Arena werden 12.500 Zuschauer verfolgen. In 113 Ländern soll der Kampf übertragen werden.
Ex-Weltmeister Hasim Rahman ist sich dagegen sicher, als Weltmeister in seine Heimat zurückkehren. “Das hier ist jetzt noch Klitschko-Land. Am Sonntag wird es Rahman-Land sein.”, meinte der 36-Jährige.
Der Coach des Ukrainers, Emanuel Stewart, schätzt den US-Amerikaner als einen starken gegner ein. “Ich sehe in Rahman die größere Herausforderung als in dem ursprünglichen Rivalen Alexander Powetkin“, meinte der Trainer. Der Russe war der ursprüngliche Herausforderer. Powetkin musste aber verletzt absagen.
Der zehnmalige Box-Weltmeister Oscar de la Hoya hat im börsenschwersten Kampf des Jahres in Las Vegas überraschend gegen den Leichtgewichtler Manny Pacquiao von den Philippinen nach technischem K.o. am Ende der achten Runde verloren. Nach der sechsten Niederlage im 45. Profikampf steht der Mexikaner möglicherweise vor dem Ende seiner Karriere.
“Ich war platt und hatte den Sieg nicht in mir. Mein Herz will weiterboxen, aber wenn die physischen Voraussetzungen nicht mehr da sind, muss man sehen, wie es weitergeht”, meinte Oscar de la Hoya nach der sensationellen Niederlage.
Der 35-jährige Mexikaner sicherte sich als erster Boxer die WM-Titel in sechs verschiedenen Gewichtsklassen. Nach Niederlagen gegen Manny Pacquiao, Floyd Mayweather Jr., Bernard Hopkins und Shane Mosley verlies de la Hoya den Ring nach acht vergangenen Kämpfen viermal als Verlierer.
18 000 Zuschauer verfolgten in der ausverkauften Grand Garden Arena des MGM-Hotels den Fight, bei dem sagenhafte 100 Millionen Dollar umgesetzt wurden. Während des Kampfes waren die Straßen in der Hauptstadt der Philippinen, Manila, wie leergefegt. Der WBC-Leichtgewichts-Weltmeister und Nationalheld Pacquiao will nun gegen den Briten Ricky Hatton kämpfen.
Das Duell der beiden deutschen Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm und Arthur Abraham wird immer unwahrscheinlicher. Universum-Chef Klaus-Peter Kohl, Manager des Leverkusener Sturm, erklärte, vorerst mit Abrahams Promoter Wilfried Sauerland über einen künftigen Fight nicht mehr verhandeln zu wollen.
“Für uns war das kein seriöses Angebot, sondern ein Ultimatum”, meinte Kohl zum Abbruch der Verhandlungen. Sauerland soll dem WBA-Weltmeister Felix Sturm eine Angebot von 2,5 Millionen Euro gemacht haben, wenn er bis März 2009 gegen Arthur Abraham in den Ring steigen würde.
Sauerland vom Berliner Boxstall konterte gleich: “Unser Angebot war seriös und kein Ultimatum. Wir haben es schriftlich an Universum geschickt und haben ausdrücklich betont, dass es bei Verhandlungen zusätzlich Zeit geben kann.” Und Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer legt noch einen drauf: “Für uns steht fest: Sturm hat Angst vor King Arthur.”
Der 29-Jährige Sturm will laut Universum-Angaben lieber gegen WBC- und WBO- Weltmeister Kelly Pavlik boxen. “Wir haben bereits Kontakt zu seinem Promoter Bob Arum aufgenommen und prüfen zunächst einmal unsere Optionen für Felix in Amerika”, meinte der Universum-Boss Kohl. Aber auch IBF-Weltmeister Abraham will gegen Pavlik in den Ring steigen. In der Box-Szene gilt der US-Amerikaner als stärkster Mittelgewichtler.
Box-Weltmeisterin Susianna Kentikian wird am 5. Dezember in der Brandberge Arena von Halle/Saale ihren WBA- und WIBF-Titel im Fliegengewicht gegen die Russin Anastasia Toktaulowa verteidigen.
Anastasia Toktaulowa kämpfte bereits zweimal in Deutschland um die Weltmeisterschaft. Die 31-Jährige verlor 2007 gegen die Kölnerin Julia Sahin und im August triumphierte die Russin über Rebekka Herrmann aus Offenburg und errang den GBU-Titel im Fliegengewicht. Von 22 Profi-Kämpfen hat sie 13 gewonnen und neunmal verloren.
Susianna Kentikian ist ging aus 22 Kämpfen als Siegerin hervor. Am Freitag steht ihr die neunte Titelverteidigung bevor. Zum ihrer Herausforderin sagte die gebürtige Armenierin: „Dieses Mal wird es wieder einen technisch sauberen Kampf zu sehen geben, denn Anastasia boxt wirklich sauber. Im letzten Fight hatte das bei meiner Gegnerin ja nichts mit Boxen zu tun und war deshalb auch nicht so einfach für mich.“ Bei ihrem letzten Fight siegte sie in Düsseldorf gegen Hagar Shmoulefeld Finer aus Israel nach Punkten.
Skandal-Boxer Riddick Bowe wird wieder in den Ring steigen. Der 41-jährige Ex-Schwergewichts-Weltmeister feiert nach drei Jahren Pause sein Comeback am 13. Dezember in Mannheim.
Riddick Bowe wird einen Vorkampf vor dem WM-Fight zwischen Wladimir Klitschko und dem Herausforderer Hasim Rahman gegen einen noch unbestimmten Gegner bestreiten. “Ich freue mich, wieder professionell zu boxen. Ich spüre, dass ich noch einige große Kämpfe in mir habe und will auch noch einmal um einen WM-Gürtel kämpfen”, erklärte “Big Daddy”, wie er genannt wird.
Der skandalöse ehemalige Schwergewichts-Weltmeister der Versionen WBA, IBF, WBC und WBO wurde in seiner Karriere nur einmal von Evander Holyfield geschlagen. 1996 kam es während eines WM-Kampfes mit Andrew Golota zu einer Massenschlägerei beider Lager, die sich auf die Zuschauer im New Yorker Madison Square Garden ausbreitete. Bowe kam bisher auf 42 Siege, davon 33 durch K.o. und nur eine Niederlage.
Weltmeister Wladimir Klitschko hat seinen Weltmeister-Kollegen Nikolai Walujew scharf für dessen geplanten Fight gegen den 46-Jährigen Altmeister Evander Holyfield kritisiert. Der Ukrainer hoffe, sich in dem Alter des US-Amerikaners keine Gedanken mehr über Kämpfe machen zu müssen.
Wladimir Klitschko erklärte gegenüber dem “Hamburger Abendblatt” zu dem geplanten Kampf: “Ich halte das Duell im Übrigen für einen Kampf, den es besser nicht geben sollte. An Walujews Stelle hätte ich es abgelehnt.“ Der jüngere Klitschko-Bruder wird seinen WM-Titel am 13. Dezember in Mannheim gegen den US-Boxer Hasim Rahman verteidigen.
WBA-Weltmeister Nikolai Walujew wird am 20. Dezember in Zürich gegen Ex-Weltmeister Holyfield zu seiner Verteidigung in den Ring steigen. Würde der US-Amerikaner Walujew schlagen, wäre er der älteste Box-Champion im Schwergewicht. Gegenwärtig hält diesen Rekord sein US-Landsmann George Foreman, der 1994 im Alter von 45 Jahren Michael Moorer durch K.o. besiegen konnte.
Hier der Fight zwischen Foreman und Moorer:
Der ehemalige Profi-Boxweltmeister Lennox Lewis hat nach Comeback-Spekulationen seine Pläne bestätigt, wieder boxen zu wollen. Der Ex-Schwergewichts-Champion tut es nicht wegen dem Geld, sondern weil der Boxsport ihn brauche.
Laut dem 48-jährigen Lennox Lewis ist die Schwergewichts-Szene gegenwärtig tot langweilig, so liest man es in der englischen Presse. So soll es im kommenden Jahr eine Wiederauflage des WM-Kampfes mit WBC-Weltmeister Vitali Klitschko geben. Beide Boxer hatten sich erstmals im Jahre 2003 einen heißen Boxkampf geliefert. Sieger wurde Weltmeister Lewis durch Abbruch des Ringarztes nach der sechsten Runde. Der ältere Klitschko-Bruder, der eine stark blutende Gesichtsverletzung hatte, lag nach Punkten vorne und protestierte gegen diese Entscheidung.
Nach diesem Fight beendete der damalige Champion der Verbände WBC, WBA und IBF seine Profi-Karriere. Vitali Klitschko gab sein Comeback vor sechs Wochen nach vierjähriger Pause und holte sich den WM-Titel nach WBC-Version mit einem Sieg gegen Samuel Peter aus Nigeria zurück. Der Ukrainer hatte seinen alten Kontrahenten vor fünfeinhalb Jahren mehrfach zu einem Rückkampf aufgefordert. Eine Neuauflage des Fights der beiden Box-Kolosse könnte 100 bis 200 Millionen Dollar einbringen.
Der Manager Arthur Abrahams, Wilfried Sauerland, hat Anfang der Woche dem Hamburger Universum-Boxstall ein neues Angebot für einen WM-Fight im Mittelgewicht zwischen dem IBF-Weltmeister Arthur Abraham und dem WBA-Champion Felix Sturm gemacht.
Wie man in der Tageszeitung „Bild“ lesen konnte, will Wilfried Sauerland dem Leverkusener Felix Sturm, eine Börse über 2,5 Millionen Euro bieten, wenn der Universum-Boxer bis März 2009 gegen Arthur Abraham zur Titelvereinigung zwischen den Verbänden IBF und WBA antritt.
„In Absprache mit der ARD-Sportkoordination und nach Sondierung mehrerer Hallen-Angebote konnten wir das Paket schnüren“, erklärte der Chef des Berliner Boxstalls in dem Boulevard-Blatt.
Beide Weltmeister hatten schon im Vorfeld grünes Licht für einen Vereinigungskampf gegeben. IBF-Weltmeister Abraham hatte sogar öffentlich verkündet, ohne Börse gegen seinen deutschen Kontrahenten kämpfen zu wollen.
Altmeister Evander Holyfield will den Weltmeister nach WBA-Version, Nikolai Walujew am 20. Dezember in Zürich herausfordern. Der 46-jährige Ex-Champion muss für diesen Fight muss noch einen medizinischen Check vornehmen.
Zur Realisierung des WM-Kampfes im Züricher Hallenstadion wird die Berliner Sauerland-Promotion einen Antrag zur Genehmigung bei der WBA stellen. Würde Evander Holyfield ein Sieg gegen den Titelverteidiger Nikolaj Walujew gelingen, wäre der US-amerikanische Box-Routinier der älteste Weltmeister im Schwergewicht.
Diesen Rekord hält gegenwärtig sein Landsmann George Foreman. 1994 hatte der Schwergewichtler seinen Gegner Michael Moorer im Alter von 45 Jahren bezwungen. Holyfield war in seiner langen Box-Karriere insgesamt viermal Schwergewichts-Weltmeister. Von 53 Profi-Kämpfen gewann er 42 und neunmal boxte er unentschieden.