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Hier wird nicht gekratzt und gebissen
 


Archiv: Boxen

Im ersten Teil wurde ausführlich die Vorgeschichte eines der berühmtesten Boxkämpfe aller Zeiten berichtet. Doch wie hat es nun der große Muhammad Ali geschafft, trotz dieser schlechten Vorzeichen als Sieger den Ring zu verlassen?

Unter dem medienwirksamen Motto „Rumble in the Jungle“ fand der Kampf um 4 Uhr Morgens im afrikanischen Kinshasa statt, um für das US-amerikanische Publikum zur Hauptabendprogrammzeit zu laufen. Der ursprüngliche Termin am 25. September 1974 musste um sechs Wochen verschoben werden, da sich Foreman am Auge verletzt hatte. Doch nun am Morgen des 30. Oktober standen sich die beiden Kontrahenten endlich gegenüber und die Welt war gespannt, wie sich Ali gegen den unbesiegbaren Boxriesen schlagen wird.

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Am 30. Oktober 1974 fand in Kinshasa, Zaire (heutige Demokratische Republik Kongo) einer der beeindruckendsten Boxkämpfe aller Zeiten statt. Die als veraltet abgestempelte Boxlegende Muhammad Ali holte sich dabei den Weltmeisterschaftstitel im Schwergewicht zurück, der ihm sieben Jahre zuvor aus politischen Gründen aberkannt worden war.

Dabei galt der inzwischen 32-Jährige unter dem Namen Cassius Clay geborene Ex-Weltmeister als krasser Außenseiter. Sein acht Jahre jüngerer Gegner und damaliger Titelverteidiger George Foreman wurde von den Medien zum unbesiegbaren „Boxmonster“ hochstilisiert. 1968 hatte Foreman die Olympische Goldmedaille gewonnen und seitdem als Profi im Boxring Furcht und Schrecken verbreitet. Selten stand ein Gegner von ihm länger als zwei Runden auf den Beinen. Im Januar 1973 dürfte er gegen Weltmeister Joe Fraizer, der seinerseits als erster Boxer Muhammad Ali geschlagen hatte, um den Titel kämpfen und schockierte die gesamte Boxwelt. Denn Fraizer hatte gegen den jungen Olympiasieger nicht den Hauch einer Chance und wurde innerhalb des nur zwei Runden dauernden Kampfes regelrecht hin- und hergeschleudert (siehe Video). Fachexperten waren sich einig, dass Foreman nicht so schnell den Titel verlieren würde. Auch Kenny Norton, der zweite Boxer der Ali besiegt hatte, konnte im März 1974 nicht mehr als zwei Runden gegen ihn durchhalten.

Nicht allein deswegen wurden Ali vor dem Kampf in Kinshasa schlechte Chancen eingeräumt. Der Weltmeister von 1964-67 hatte schwierige Zeiten überstehen müssen. Nachdem er Mitte der 1960er Jahre die Schwergewichtsszene dominierte wurde ihm 1967 der Titel aberkannt, weil er sich weigerte, für den Wehrdienst eingezogen zu werden. Erst 1971 konnte er wieder in den Boxring zurückkehren. Allerdings gelang es ihm nicht, den Titel zurück zu holen. Stattdessen verlor er zwei Kämpfe und musste sich das Expertenurteil, zum alten Eisen zu gehören, gefallen lassen. Nun war er 32 Jahre alt und seine Fans hatten Angst, er könnte vom mächtigen Foreman im Ring ernsthaft verletzt werden. Einige Menschen sollen den jungen Weltmeister sogar gebeten haben, darauf zu achten, dass Ali während dem Kampf nicht getötet wird. Seine Angst überspielte Ali mit dem für ihn typischen Humor, der von einer Mischung aus Arroganz und Selbstironie geprägt war. Außerdem gelang es ihm durch seine sympathischen Auftritte, die Gunst des afrikanischen Publikums für sich zu gewinnen. Dennoch war der Großteil der Medienvertreter fest davon überzeugt, dass er rein sportlich nichts gegen den Foreman ausrichten kann. Wie ihm dies dennoch gelang, wird im zweiten Teil des Artikels, der in Kürze folgt, erläutert.


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Voller Hoffnung hatte sich Nikolai Walujew auf den Kampf gegen den amtierenden Weltmeister im Boxen Ruslan Tschagajew am 31. Mai vorbereitet. In Oberhausen wollte sich der russische Riese seinen WM-Gürtel zurückholen, den er im April des vergangenen Jahres an Tschagajew verloren hatte.

Nun muss sich Walujew noch ein wenig gedulden, denn sein Gegner musste den Fight aufgrund fiebrigen Infektes absagen. „Ruslan Tschagajew leidet derzeit an einem verschleppten Virusinfekt. Die medikamentöse Behandlung macht es unbedingt notwendig, dass er eine Trainingspause einlegen muss” sagte der behandelnde Arzt Dr. Michael Ehnert gegenüber sport1. Selbstverständlich bemühen sich alle Beteiligten um eine kurzfristige Neuansetzung des Kampfes im Schwergewicht der WBA.

Etwas zwielichtig ist diese Absage seitens Tschagajew schon, schließlich ist dies bereits die zweite in Folge, denn im Oktober musste er den Vereinigungskampf gegen WBO-Weltmeister Sultan Ibragimow aufgrund einer Hepatitis-Erkrankung sausen lassen. Wie einige Pressequellen berichten, hat der amtierende Weltmeister mit erheblichen Sehproblemen zu kämpfen, die auf eine Netzhautablösung aus dem Jahr 2001 zurückzuführen sind und weshalb er bereits einmal operiert werden musste. Dies verweist sein Manager Klaus-Peter Kohl aber ins Reich der Fabeln „Ruslan sieht ausreichend und genug. Das ergab die Jahresuntersuchung des Verbandes und eine weitere nach dem Brief von Herrn Nizayow. Die WBA erteilte grünes Licht für den Kampf.”

Nun muss sich Walujew noch etwas gedulden, um seine Revanche zu erhalten.


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Boxen © flickr / bfurnace

Povetkin gegen Chambers – ein unerwartet spannender Kampf. Der Sauerland-Schützling kommt erst spät in seinen Rhythmus und Chambers schlägt sich tapfer. Zwei Kämpfer im Ring, die Uhr, nur einer kann gewinnen. Endlich wieder was zu sehen.

Bis zur Rundenpause. Die Männer, die sich gerade noch als Abbild alter Helden die Visage einschlugen, mutieren vor den Augen des Zuschauers zu keuchenden Kindern in der Ringecke. Irgendein Trainer, je nach Schützling mehr oder weniger berühmt, redet immer das Gleiche an sie ran. Ob der Boxer seinen Coach überhaupt hören kann? Und wen interessiert das?

Wann hat das eigentlich angefangen, dass ich live dabei bin, wenn sich der Sportler in den Pausen zwischen den Runden ausruht? Warum muss die Ansprache des Trainers mit Richtmikrofonen aufgefangen werden, damit ich jedes „Okay“ des Boxers zwischen genähten Cuts und massiertem Halbswirbel perfekt verstehe?

Was kommt als nächstes – hält man dem Mann ein Mikrofon vor die Nase und fragt ihn nach seiner Meinung zum Kampf?

Mal ganz abgesehen davon, dass dieser Voyeurismus mit dem Sport an sich nichts zu tun hat, wären mir persönlich Kommentare zur Runde plus Zeitlupe um einiges lieber. Meinetwegen auch Bierwerbung.


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Weltmeister Wladimir Klitschko kämpft am 23. Februar gegen den russischen WBO-Champion Sultan Ibragimov. Beim Vereinigungs-Titelkampf im Boxen möchte man endgültig klären, wem die Krone im Schwergewichtsboxen gehört.

Seinen letzten Kampf absolvierte Klitschko am 7. Juli 2007 in Köln, als er den Amerikaner Lamon Brewster in der siebten Runde vorzeitig auf die Bretter schickte. Ganz so einfach wird der Kampf gegen Sultan Ibragimov nicht werden, schließlich hat der Russe in seinen 23 Kämpfen als Profiboxer 22 Siege errungen und davon 17 durch vorzeitiges K.O. Der 32jährige kann zwar nicht auf so viele Kämpfe (53) wie Klitschko zurückblicken, hat aber in seiner Karriere schon jede Menge erlebt. Bei den Olympischen Spielen in Sydney errang 1,88 Meter große Modellathlet die Silbermedaille und konnte sich auch im Amateurbereich einen Namen machen. Seit Juni des vergangenen Jahres ist Sultan Ibragimov Weltmeister, nachdem im Kampf um die Krone der WBO Shannon Briggs besiegen konnte.

Für Klitschko wäre der Sieg und damit auch der Titel der WBO ein ganz besonderer Erfolg, diesen hatte zunächst im Oktober 2000 erobert und später aber wieder verloren. Das Duell der beiden Schwergewichtler wird zu dem Boxevent des Jahres. Klitschko bereitet sich ebenso wie sein Kontrahent im amerikanischen Florida vor, um sich gegen den kampfstarken Russen in Topform zu präsentieren.

Der Kampf wird am 23. Februar in New York ausgetragen und wird weltweit von Millionen an den Fernsehbildschirmen verfolgt werden. Egal wer gewinnt, er wird auf jeden Weltmeister der drei Boxverbände WBO, IBF und IBO sein und sich die Krone des Schwergewichtschampions aller Verbände aufsetzen können.


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Povetkin - der neue Weltmeister?

Autor: Andreas
abgelegt in: Boxen

Alexander Wladimirowitsch Povetkin kämpft am 26.01.2008 in Berlin im “Final Eliminator” gegen Eddie Chambers um seine erste WM-Chance. Dem Schützling des Promoters Wilfried Sauerland winkt im Fall eines Sieges der Titelkampf mit IBF-Weltmeister Wladimir Klitschko.

Der in seinen bislang 15 Profikämpfen ungeschlagene Russe kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Als Amateur gewann der 1979 in Kursk geborene Povetkin alle großen Titel. Zu seinen herausragenden Erfolgen dieser Zeit zählen zwei Europameisterschaften in den Jahren 2002 und 2004, der Weltmeistertitel 2003 und die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Seine Bilanz als Amateurboxer ist mit 125 Siegen gegenüber 7 Niederlagen beeindruckend. Zwischen 2001 und 2004 war Povetkin weltweit die unangefochtene Nummer 1 aller Superschwergewichtler im Amateurboxen.

Erst im Jahr 2005, nachdem sein heutiger Promoter auf das vermeintlich große Talent aufmerksam wurde, begann die Profikarriere des Alexander Povetkin im “Sauerland-Stall”.Den anfänglich leichten Siegen des bislang erfolgsverwöhnten Russen gegen Aufbaugegner folgten durchaus vielversprechende Kämpfe unter Anderem gegen den Nigerianer Richard Bango und den US-Amerikaner Imamu Mayfield, einem ehemaligen Titelträger im Cruisergewicht, und David Bostice.
Erst der Sieg gegen Ex-Weltmeister Chris Byrd im Rahmen eines Ausscheidungsturniers der IBF brachte Povetkin in die Rolle des potentiellen Pflichtherausforderers für Wladmir Klitschko.

Ob der 28jährige die WM-Chance erhält, zeigt sich am Samstag. Ein leichter Kampf wird es gegen den zwar drei Jahre jüngeren, aber an boxerischer Erfahrung reicheren Chambers jedenfalls nicht.


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