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Hier wird nicht gekratzt und gebissen
 


Archiv: Boxen

Arthur Abraham scheint in dieser Woche vom Pech verfolgt: Während auf sportlicher Ebene alles klar ging - “King Arthur” boxte Großmaul Miranda bei seinem Amerika-Erstauftritt bravourös zu Boden - muss sich Abraham jetzt Vorwürfen zur sexuellen Belästigung einer Masseurin stellen.

Nachdem dem Boxer schon kurz nach dem Kampf gegen Miranda sein WM-Gürtel gestohlen wurde, steht jetzt die nächste Meldung in Sachen Abraham ins Haus. Die Staatsanwaltschaft Stralsund will den Sportler aus dem Boxstall Sauerland vors Gericht bringen.

Die Anklage: Abraham soll in einem Trainingslager auf Rügen eine Masseurin sexuell belästigt haben. Deren Story wurde bereits vom Radiosender “Antenne Mecklenburg-Vorpommern” publik gemacht, jetzt will sie wohl auch den rechtlichen Weg beschreiten.

Der Sauerland - Boxstall streitet natürlich alles ab. Die Vorwürfe seien “haltlos”, so eine Pressesprecherin. Sollten die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, so dürfte Abraham einiges an Ärger ins Haus stehen. Man wird abwarten müssen, wie das Gericht entscheidet. Ich persönlich hoffe ja, dass er unschuldig ist.

Quelle: Sport 1


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Mein Tipp: Walujew haut Ruiz in Runde 3 K.O. © flickr / maxintosh

Nikolaj Walujew, ehemaliger Schwergewichtsweltmeister der WBA, boxt am 30. August gegen John Ruiz aus Amerika. Der Kampf ist ein wichtiger Punkt auf der Route zur Revanche gegen Ruslan Chagaev, der Walujew per K.O. den Titel abnahm.

Chagaev ist seit einiger Zeit schlecht in Form. Den eigentlich für den 5. Juli bestimmten Rückkampf gegen den riesigen Tschechen musste der momentane Weltmeister aufgrund eine Achillessehnenverletzung absagen. Jetzt hat ihm die WBA bis zum 26. Juni 2009 Zeit gegeben - bis dahin muss der Rückkämpf stattgefunden haben. Chagaev wird dann gegen den kämpfen, der aus dem Kampf Ende August als Sieger hervorgeht.

Diese Konstellation dürfte Nikolaj Walujew eine zusätzliche Motivation im Kampf gegen Ruiz geben. Schließlich ist das jetzt nicht nur irgendein Gegner, sondern ein Test, ob der Fighter gut genug ist, um sich erneut gegen Chagaev zu beweisen, der bis zur endgültigen Entscheidung den Titel “World Champion in Recess” trägt. Das dürfte ihm auch nicht sonderlich schmeicheln…

Hoffen wir also, dass Walujew gewinnt, denn dann dürfte es zu einem echten Fight um die Krone der WBA kommen!


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Wladimir Klitschko konnte seine Titel der Verbände IBF und WBO sowie der IBO erfolgreich verteidigen. Der 32-Jährige schlug den Herausforderer Tony Thompson vor 12.000 Zuschauern, die in Klitschkos Wahlheimat Hamburg gekommen waren. Thompson (USA) machte es dem Ukrainer aber nicht leicht. Immer wieder kam der Amerikaner mit gefährlichen Haken durch und wühlte sich in typscher US-Manier zum Gegner durch. Bereits in der zweiten Runde konnte er Dr. Stellhammer so einen tiefen Cut über dem rechten Auge beibringen. Erst nach einer Minute und 38 Sekunden der 11. Runde konnte Klitschko seinen Gegner mit einem rechten Kopfhaken zu Boden schicken und seinen 51. Sieg feiern.

Für Thomspon war es erst die zweite Niederlage im 33. Profikampf, der sich vor einem Jahr durch einen K.o. -Sieg gegen Luan Krasniqi das Herausfordererrecht im Verband IBF gesichert hatte..
Klitschkos Zitat am Ende des Kampfes, es habe Spaß gemacht, gegen so einen Gegner zu Boxen, er habe jedoch nicht gedacht, dass es so schwer werden würde.
Wladimir Klitschko wird nun Ende des Jahres auf den nächsten Herausforderer, den Russen Alexander Powetkin aus dem Sauerlandstall treffen, wo er um den IBF Gürtel boxen wird.


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Im Gerry Weberstadion im westfälischen Halle musste der amtierende WBA Weltmeister im Mittelgewicht Felix Sturm seinen Titel gegen den US-Herausforderer Randy Griffin verteidigen. In einem rasanten Kampf über zwölf Runden gewann der Leverkusener einstimmig nach Punkten (116:113; 116:112; 118:110). 5500 Zuschauer waren angereist, um den 30. Sieg im 33. Profikampf zu sehen, bei dem Sturm seinen Gegner dieses Mal sogar am Rande des KOs hatte. Es war die zweite Begegnung zwischen den beiden Boxern, die beim ersten Mal im Oktober 2007 noch mit einem Unentschieden endete, was für Sturm zwar reichte, um seinen WM Gürtel zu behalten, aber nicht ganz, um zweifelsfrei zu beweisen, dass er der beste Mittelgewichtler ist. Doch dieses Mal siegte er souverän und konnte im Fernduell gegen den anderen Boxer eines deutschen Stalls, Arthur Abraham, Boden gut machen im Kampf um die lukrativen Verträge in den USA. Unter vielen gilt dieser als der stärkere Boxer mit mehr Schlagkraft und größerem Herz. Im nächsten Kampf gegen den Pflichtverteidiger und Europameister Sebastian Sylvester aus dem Sauerlandstall will Sturm erneut beweisen, dass dieses Urteil nicht stimmt. Sylvester, der als Zuschauer in der Halle saß, konnte sich davon schon in diesem Kampf überzeugen.


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Kein Witz… nachdem Arthur Abraham den großmäuligen Edison Miranda nach 4 Runden zu Boden geschlagen hatte, wurden ihm sein WM-Gürtel sowie weitere Wertsachen aus seinem Auto geklaut.

Abraham war mit seinem Bruder am Flughafen von Miami angekommen. Als die Beiden ein Transportmittel für das im Wagen befindliche Gepäck holen wollten, war bei ihrer Rückkehr das Auto aufgebrochen und alles, bis auf die Trainingsklamotten des Boxers, war geraubt worden.

Pech für Abraham, der in Amerika extra massig Andenken und Mitbringsel gekauft hatte. Seinen Erfolg gegen Miranda wird ihm das nur teilweise vergällen - schließlich war dieser Sieg für die weitere Karriere Abrahams unermesslich wichtig!

Hoffentlich wird ihm bald ein Ersatz für den Gürtel geschickt, schließlich braucht der zur Zeit beste Boxer seiner Klasse doch was Würdiges zum über den Kamin hängen!

Quelle: Sport Eins


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Erster Kampf zwischen Abraham und Miranda©by skinnykid_01/photobucket

Arthur Abraham konnte auch im Rückkampf gegen den Kolumbianer Miranda in Hollywood/Kalifornien siegreich bleiben.
Die erste Begegnung zwischen den beiden im Septemer 2006 ging in Boxgeschichte ein, als Abraham in der vierten Runde einen Kieferbruch erlitt und mit geschwollenem Gesicht und viel Blutverlust den Kampf zu Ende bestritt. Diesmal siegte er jedoch vorzeitig durch technischen K.O..  Der Ringrichter brach den Kampf in der 4. Runde ab, nachdem Abraham seinen Gegner dreimal zu Boden schickte und dieser benommen sitzen blieb. Für den Boxer aus dem Sauerlandstall war es der 22. KO Sieg im 27. Profikampf und auch diesmal spielte eine Verletzung eine gewisse Rolle. Wie Abraham in einem Interview nach dem Kampf einräumte, erlitt er im Sparring vor dem Kampf einen Rippenbruch und war deshalb leicht gehandicapt. Nur sein Trainer und medizinischer Betreuer wussten von der Verletzung, die ihm im Kampf aber nicht zum Verhängnis wurde. In diesem Kampf ging es nicht um den IBF-Weltmeistergürtel Abrahams, den er erst wieder im nächsten Kampf gegen den offiziellen Herausforderer Raul Marquez aus den USA aufs Spiel setzt. Nichtsdestotrotz hat er durch diesen weiteren spektakulären Sieg alle Toren geöffnet, um auch in den USA sportlich und damit finanziell erfolgreich zu sein. Selbst sein Gegner attestierte ihm nach dem Kampf, dass er ein großer Champion sei und sehr stark.


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Am 14. April 2007 gewann Chagaev den WBA-Schwergewichtstitel gegen den 28 cm größeren Walujew © wikipedia

Eigentlich hätte WBA-Schwergewichtsweltmeister Ruslan Chagaev am 31. Mai seinen Titel gegen Nikolaj Walujew verteidigen sollen. Der Kampf wurde aber wegen einer Erkrankung des Usbekischen Titelträgers auf den 5. Juli verschoben und wird im Gerry-Weber-Stadion in Halle stattfinden. Da am selben Abend der deutsche Mittelgewichtler Felix Sturm zum zweiten mal gegen den US-Amerikaner Randy Griffin antritt, wird die Veranstaltung zu einer „Nacht der Rückkämpfe.“
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Im ersten Teil wurde ausführlich die Vorgeschichte eines der berühmtesten Boxkämpfe aller Zeiten berichtet. Doch wie hat es nun der große Muhammad Ali geschafft, trotz dieser schlechten Vorzeichen als Sieger den Ring zu verlassen?

Unter dem medienwirksamen Motto „Rumble in the Jungle“ fand der Kampf um 4 Uhr Morgens im afrikanischen Kinshasa statt, um für das US-amerikanische Publikum zur Hauptabendprogrammzeit zu laufen. Der ursprüngliche Termin am 25. September 1974 musste um sechs Wochen verschoben werden, da sich Foreman am Auge verletzt hatte. Doch nun am Morgen des 30. Oktober standen sich die beiden Kontrahenten endlich gegenüber und die Welt war gespannt, wie sich Ali gegen den unbesiegbaren Boxriesen schlagen wird.

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Am 30. Oktober 1974 fand in Kinshasa, Zaire (heutige Demokratische Republik Kongo) einer der beeindruckendsten Boxkämpfe aller Zeiten statt. Die als veraltet abgestempelte Boxlegende Muhammad Ali holte sich dabei den Weltmeisterschaftstitel im Schwergewicht zurück, der ihm sieben Jahre zuvor aus politischen Gründen aberkannt worden war.

Dabei galt der inzwischen 32-Jährige unter dem Namen Cassius Clay geborene Ex-Weltmeister als krasser Außenseiter. Sein acht Jahre jüngerer Gegner und damaliger Titelverteidiger George Foreman wurde von den Medien zum unbesiegbaren „Boxmonster“ hochstilisiert. 1968 hatte Foreman die Olympische Goldmedaille gewonnen und seitdem als Profi im Boxring Furcht und Schrecken verbreitet. Selten stand ein Gegner von ihm länger als zwei Runden auf den Beinen. Im Januar 1973 dürfte er gegen Weltmeister Joe Fraizer, der seinerseits als erster Boxer Muhammad Ali geschlagen hatte, um den Titel kämpfen und schockierte die gesamte Boxwelt. Denn Fraizer hatte gegen den jungen Olympiasieger nicht den Hauch einer Chance und wurde innerhalb des nur zwei Runden dauernden Kampfes regelrecht hin- und hergeschleudert (siehe Video). Fachexperten waren sich einig, dass Foreman nicht so schnell den Titel verlieren würde. Auch Kenny Norton, der zweite Boxer der Ali besiegt hatte, konnte im März 1974 nicht mehr als zwei Runden gegen ihn durchhalten.

Nicht allein deswegen wurden Ali vor dem Kampf in Kinshasa schlechte Chancen eingeräumt. Der Weltmeister von 1964-67 hatte schwierige Zeiten überstehen müssen. Nachdem er Mitte der 1960er Jahre die Schwergewichtsszene dominierte wurde ihm 1967 der Titel aberkannt, weil er sich weigerte, für den Wehrdienst eingezogen zu werden. Erst 1971 konnte er wieder in den Boxring zurückkehren. Allerdings gelang es ihm nicht, den Titel zurück zu holen. Stattdessen verlor er zwei Kämpfe und musste sich das Expertenurteil, zum alten Eisen zu gehören, gefallen lassen. Nun war er 32 Jahre alt und seine Fans hatten Angst, er könnte vom mächtigen Foreman im Ring ernsthaft verletzt werden. Einige Menschen sollen den jungen Weltmeister sogar gebeten haben, darauf zu achten, dass Ali während dem Kampf nicht getötet wird. Seine Angst überspielte Ali mit dem für ihn typischen Humor, der von einer Mischung aus Arroganz und Selbstironie geprägt war. Außerdem gelang es ihm durch seine sympathischen Auftritte, die Gunst des afrikanischen Publikums für sich zu gewinnen. Dennoch war der Großteil der Medienvertreter fest davon überzeugt, dass er rein sportlich nichts gegen den Foreman ausrichten kann. Wie ihm dies dennoch gelang, wird im zweiten Teil des Artikels, der in Kürze folgt, erläutert.


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Voller Hoffnung hatte sich Nikolai Walujew auf den Kampf gegen den amtierenden Weltmeister im Boxen Ruslan Tschagajew am 31. Mai vorbereitet. In Oberhausen wollte sich der russische Riese seinen WM-Gürtel zurückholen, den er im April des vergangenen Jahres an Tschagajew verloren hatte.

Nun muss sich Walujew noch ein wenig gedulden, denn sein Gegner musste den Fight aufgrund fiebrigen Infektes absagen. „Ruslan Tschagajew leidet derzeit an einem verschleppten Virusinfekt. Die medikamentöse Behandlung macht es unbedingt notwendig, dass er eine Trainingspause einlegen muss” sagte der behandelnde Arzt Dr. Michael Ehnert gegenüber sport1. Selbstverständlich bemühen sich alle Beteiligten um eine kurzfristige Neuansetzung des Kampfes im Schwergewicht der WBA.

Etwas zwielichtig ist diese Absage seitens Tschagajew schon, schließlich ist dies bereits die zweite in Folge, denn im Oktober musste er den Vereinigungskampf gegen WBO-Weltmeister Sultan Ibragimow aufgrund einer Hepatitis-Erkrankung sausen lassen. Wie einige Pressequellen berichten, hat der amtierende Weltmeister mit erheblichen Sehproblemen zu kämpfen, die auf eine Netzhautablösung aus dem Jahr 2001 zurückzuführen sind und weshalb er bereits einmal operiert werden musste. Dies verweist sein Manager Klaus-Peter Kohl aber ins Reich der Fabeln „Ruslan sieht ausreichend und genug. Das ergab die Jahresuntersuchung des Verbandes und eine weitere nach dem Brief von Herrn Nizayow. Die WBA erteilte grünes Licht für den Kampf.”

Nun muss sich Walujew noch etwas gedulden, um seine Revanche zu erhalten.


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