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Hier wird nicht gekratzt und gebissen
 


Archiv: Boxen

Profi-Boxer Alexander Dimitrenko konnte am Samstagabend seinen Interkontinental-Meister-Titel des Weltverbandes WBO im Schwergewicht verteidigen. Der Ukrainer streckte in Düsseldorf in einem internen Duell des Hamburger Universum Boxstalls Luan Krasniqi aus Rottweil durch einen Leberhacken in der dritten Runde nieder.

“Ich hätte gern noch ein paar Runden gemacht. Ich hatte den Kampf im Griff”, sagte Luan Krasniqi nach dem frühen K.o. vor 4500 Zuschauern im ausverkauften Burg-Wächter-Castello. “Zum ersten Mal in 20 Jahren als Boxer bin ich durch einen Leberhaken k.o. gegangen. Ich kannte diese Schmerzen überhaupt nicht”, meinte der Verlierer weiter.

Der in Hamburg lebende Alexander Dimitrenko will nun am schnellsten den WBO-Weltmeister Wladimir Klitschko herausfordern. Das rein ukrainische WM-Duell käme aber  frühestens Ende 2009 oder Anfang 2010 zustande. Der jüngere Klitschko-Bruder muss die Titelverteidigungskämpfe am 13. Dezember in Mannheim gegen Ex- Weltmeister Hasim Rahman (USA) und bis September 2009 gegen den Russen Alexander Powetkin bestreiten. Dimitrenko muss sich aber für einen solchen Fight noch steigern, will er Klitschko den Titel abluchsen.  “Sascha ist gereift. Er hat das Baby-Face abgelegt”, meinte sein Coach Fritz  Sdunek dazu.


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Der deutsche WM-Fight des Jahrzehnts könnte Realität werden. Nach dem angekündigten Verzicht auf eine Börse des IBF-Champions Arthur Abrahams für einen Vereinigungs-Fight im Mittelgewicht gegen WBA-Weltmeister Felix Sturm lässt nun der Manager des Leverkuseners aufhorchen.

“Ich habe Arthur als Mann kennen gelernt, der zu seinem Wort steht. Wenn er Felix wirklich umsonst boxen will, soll er einen solchen Vertrag unterschreiben, und der Kampf findet statt. Wir nehmen das Angebot dankend an”, meinte Klaus-Peter Kohl, der weiter sagte: “Universum, das ZDF, ja sogar ganz Box-Deutschland freuen sich schon auf einen tollen Kampf.”

Arthur Abraham hatte gleich nach seiner Titelverteidigung gegen Raul Marquez (USA) am vergangenen Samstagabend getönt, er würde “auch ohne Geld” gegen den WBA-Weltmeister boxen wollen. “Meinetwegen sollen die Forderungen von Felix erfüllt werden, und ich verzichte”, sagte der gebürtige Armenier gegenüber „Sport Bild“ noch einmal. Sturm hat wohl drei Millionen Euro für den deutschen WM-Fight gefordert.

Ursprünglich hatten Kohl und Abrahams Promoter Wilfried Sauerland stets betont, ein Zustandekommen dieses Kampfes würde wegen zu hoher Börsenforderungen nicht zustande kommen.  Ein weiteres Problem liegt bei der Fernsehübertragung. Abrahams Kämpfe zeigt die ARD und Felix Sturm hat einen Vertrag mit dem ZDF.


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Joe Calzaghe besiegt Roy Jones jr.

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Boxen

 

Joe Calzaghe hat im Halbschwergewicht am Samstagabend im New Yorker Madison Square Garden gegen den drei Jahre älteren Ex-Champion Roy Jones jr. aus den USA einstimmig nach Punkten gewonnen. Der 36-jährige Waliser ist somit nach seinem 46. Profi-Kampf weiterhin ungeschlagen und will nach Rücktrittsgedanken eventuell weiterboxen.

Joe Calzaghe zum erklärte nach seinem Triumph über Roy Jones jr.: “Ich werde erst einmal nach Hause fliegen und gemeinsam mit meiner Familie darüber nachdenken.” Vor dem Prestige-Duell gegen den Amerikaner hatte der dreifache Weltmeister der Verbände WBA, WBC und WBO noch seinen Rücktritt vom Boxen verkündet.

Calzaghe kam in der ersten Runde vor 14.152 Zuschauern in New York kurz ins Straucheln. Nach einer Links-Rechts-Kombination von Jones jr. ging der Walliser sogar zu Boden. Doch in den verbleibenden Runden dominierte der Titelverteidiger das Geschehen. Für den US-Boy war es die fünfte Niederlage im 57. Profi-Kampf.

“Er hat mich mit einem guten Schlag in der ersten Runde überrascht, aber das macht eben einen Champion aus: Ich war am Boden, aber ich bin auch wieder hochgekommen”, meinte der Sieger.


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Arthur Abraham bleibt Weltmeister

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Boxen

Box-Weltmeister Arthur Abraham hat am Samstagabend seinen IBF-Titel im Mittelgewicht mühelos verteidigen können. Der gebürtige Armenier setzte sich in Bamberg gegen den Amerikaner Raul Marquez durch technischen K.o. in der siebten Runde durch. Wegen einer Augenbrauenverletzung nach der sechsten Runde musste der Herausforderer den Kampf aufgeben. Für den ehemaligen Weltmeister im Super-Weltergewicht war es die fünfte Niederlage in seinem 47. Profi-Kampf. Der alte und neue Weltmeister ist seit 28 Kämpfen ungeschlagen.

“Diese frühe Aufgabe war schade, denn ich wollte ab der siebten Runde so richtig Gas geben”, sagte der 28-Jährige, der nun heiß auf einen Fight gegen den deutschen WBA-Weltmeister Felix Sturm ist. “Mir geht es um die Ehre, ich boxe gegen Felix auch ohne Geld, das Duell kann kommen. Wir müssen doch feststellen, wer der beste deutsche Mittelgewichtler ist”, meinte Arthur Abraham kühn nach seiner Titelverteidigung.

Sturm-Manager Klaus-Peter Kohl könnte sich auch einen rein deutschen WM-Kampf im Mittelgewicht vorstellen. Der Universum-Boss hält es aber momentan wegen zu hoher Börsen-Forderungen des Rivalen nicht für realisierbar: “Es wäre ein Traumkampf, aber er ist sehr schwer zu machen.” Für Abrahams Manager Wilfried Sauerland ist für den gewünschten Kampf aber nicht mehr viel Zeit: “Bald wird Arthur ins Super-Mittelgewicht aufsteigen.”

Unabhängig der Diskussionen um das deutsche Duell ist ein Vereinigungskampf im Sommer 2009 zwischen Abraham Kelly Pavlik in den USA so gut wie sicher. Der Amerikaner ist Titelträger der Verbände WBC und  WBO und wird unter Experten als bester der drei Mittelgewichts-Champions gehandelt.


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Box-Weltmeister Vitali Klitschko muss seinen Titel gegen Juan Carlos Gomez verteidigen. Der Kampf zwischen dem Kubaner aus dem Hamburger Arena-Stall und dem Ukrainer soll im März stattfinden. Dies bestätigte der Weltverband World Boxing Council (WBC) in China.

Wenn sich die Klitschko-Agentur K2 und Arena nicht über die Rahmenbedingungen des Kampfes einig werden, soll der Kampf am 19. Dezember in Mexiko-City versteigert werden.

Vor einem Monat hatte sich Vitali Klitschko den WBC-Titel im Schwergewicht bei seinem Comeback souverän gegen den Nigerianer Samuel Peter zurückgeholt. Der 37-jährige Klitschko hatte nicht ausgeschlossen vor seiner Pflichtverteidigung gegen Gomez einen freiwilligen Titelkampf vorzunehmen. Dabei wurde als ein möglicher Gegner WBA-Weltmeister Nikolai Walujew aus Russland aus dem Berliner Sauerland- Stall vorgeschlagen.


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Wladimir und Witali Klitschko wollen die Alleinherrschaft im Schwergewichts-Boxen besitzen. Nun will einer der beiden Brüder dem russischen Champion Nikolai Walujew den WBA-Titel abluxen.

“Wir wollen unseren Traum, alle WM-Gürtel zu halten, wahr machen. Es wird zwischen uns zu keinem Streit kommen, wer von uns beiden gegen Walujew kämpfen soll”, sagte WBC-Weltmeister Witali Klitschko beim WBC-Kongress im chinesischen Cheng Du, der auch für seinen kleinen Bruder Wladimir sprach, der Gürtelträger der Verbände WBO und IBF ist.

Am 14. April 2007 gewann Chagaev den WBA-Schwergewichtstitel gegen den 28 cm größeren Walujew © wikipedia

Witali macht sich auch schon Gedanken, wo der Titelvereinigungs-Kampf stattfinden könnte. “Warum nicht in Kiew, Moskau oder London? Wir brauchen nur eine Arena, die 30.000 oder 40.000 Zuschauern oder mehr fassen kann”, so der 37-Jährige.

„Dr. Faust“ hatte seinen WBC-Gürtel im Vormonat gegen den Nigerianer Samuel Peter erfolgreich verteidigt und muss sich bis Januar einen Pflicht-Herausforderer angeln. Wladimir hat mit dem US-Amerikaner Hasim Rahman schon einen starken Herausforderer für den 13. Dezember gefunden. Walujew ist für den 20. Dezember auch noch für seine freiwillige Verteidigung auf Suche nach einem Herausforderer.


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Hasim Rahman fordert Wladimir Klitschko heraus

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Boxen

Hasim Rahman heißt der neue Herausforderer des Schwergewichts-Weltmeisters Wladimir Klitschko.  Der US-Amerikaner springt für den ursprünglichen Herausforderer Alexander Powetkin aus Russland ein, der den WM-Kampf kürzlich verletzungsbedingt absagen musste.

“Hasim Rahman ist ein ganz starker und äußerst erfahrener Gegner, den ich definitiv nicht unterschätzen werde. Seine lauten Sprüche kenne ich noch von den Pressekonferenzen, die er im Vorfeld des 2005 leider abgesagten Kampfes mit meinem Bruder geklopft hat. Das typische Ballyhoo eben. Davon werde ich mich aber nicht beeindrucken lassen. Ich freue mich riesig wieder in der SAP Arena zu boxen. Ich bin dort zum zweiten Mal Weltmeister geworden, und die Fans aus der Region sind einmalig. Die Stimmung in der Halle war bei meinen beiden Auftritten jedesmal gigantisch”, schrieb Wladimir Klitschko auf seiner Internet-Präsenz.

Ins Rampenlicht geriet Rahman, der seit 1994 Boxprofi ist,  mit dem sensationellen K.o.-Sieg gegen Weltmeister Lennox Lewis am 22. April 2001. Ungefähr ein halbes Jahr später schickte der Engländer bei der Revanche Rahman ebenfalls durch K.o. auf die Bretter. Rahman hat bislang 53 Profi-Kämpfe auf seinem Konto, von denen er 36 gewann und zweimal Unentschieden boxte.

Und schon beginnt das öffentliche Gemetzel des US-Boys, der gegen beide Klitschkos boxen möchte: “Ich freue mich über diese großartige Chance. Klitschko wird noch bereuen, dass er mich ausgesucht hat. Ich werde ihn wie Lennox Lewis ausknocken und seine Gürtel mit in die USA zurücknehmen. Danach ist dann sein Bruder Vitali dran.”

Die Titelverteidigung Klitschkos der Verbände IBF, WBO und IBO wird gegen „The Rock“, so sein Kampfname, am 13. Dezember in Mannheim stattfinden.

Hier das K.o. durch Rahman gegen den damals haushohen Favoriten Lennox Lewis:


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Box-Weltmeister Felix Sturm hat am Samstagabend in der Arena in Oberhausen souverän seinen WM-Titel nach WBA-Version im Mittelgewicht verteidigt. Der Leverkusener siegte gegen Sebastian Sylvester deutlich nach Punkten (118:110, 118:110, 119:109).

Felix Sturm meinte nach seiner Pflichtverteidigung: “So etwas brauchen wir öfter, einmal im Jahr - und nicht alle acht Jahre.” Im Jahre 2000 standen sich das letzte Mal zu einem rein deutschen WM-Kampf Dariusz Michalczewski und Graciano Rocchigiani gegenüber.

Der Titelverteidiger ließ vor 9200 Zuschauern in der ausverkauften König-Pilsner-Arena  seinem Herausforderer mit beeindruckend vielen Schlägen und einem starken linken Jab wenige Chancen. “Er drückte und drückte und haute mir immer wieder die Linke rein. Das hatte ich mir anders vorgestellt”, meinte der Geschlagene.

Der 29-jährige Mittelgewichtler könnte sich einen weiteren deutschen WM-Kampf gegen Arthur Abraham vorstellen. Aber realistischer wäre ein Fight in den USA gegen Kelly Pavlik, der  WBC- und WBO-Weltmeister ist. “Arthur und ich - wir stehen jederzeit für diesen Kampf zur Verfügung”, erklärte der Star des Abends.


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Weltmeister Arthur Abraham wird am 08. November in der JAKO Arena in Bamberg seinen IBF-Gürtel im Mittelgewicht gegen Pflichtherausforderer Raul Marquez aus den USA verteidigen.

“Das wird ein harter Brocken”, schätzte Arthur Abraham den nicht zu unterschätzenden Gegner ein. “Doch ich werde die Fans in meiner Heimat nicht enttäuschen. An Bamberg habe ich ganz besondere Erinnerungen”, sagte der in Armenien geborene Boxer, zu der fränkischen Stadt, wo er mit dem Boxen begann.

Trainer Ulli Wegner sagte zum kommenden IBF-Kampf seines Schützlings, der in 27 Profikämpfen unbesiegt ist und 22 Fights durch K.o. beendete: “Er kann auch in Amerika ein ganz großer werden. Doch dafür muss er erst einmal Marquez aus dem Weg räumen. Das wird alles andere als einfach. Wir haben ihn genauestens studiert.”

Auf der Pressekonferenz fand Abraham respektvolle Worte zu seinem 37-jährigen Gegner, der 41 Profikämpfe gewonnen hat (29 K.o.’s), nur drei Niederlagen einstecken musste und einmal Unentschieden boxte: “Er hat sich das Recht verdient, um die WM zu kämpfen. Leider wird es für ihn nicht reichen. Der Titel bleibt in Deutschland.”


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Der Italiener Giacobbe Fragomeni ist neuer Weltmeister nach WBC-Version im Cruisergewicht. Der frühere Europameister eroberte sich den zuvor vakanten Titel im PalaLido in Mailand, vor zirka 3000 Zuschauern. Der 38-Jährige siegte durch einen technischen Punktsieg in der achten Runde gegen Rudolf Kraj aus Tschechien.

Giacobbe Fragomeni dominierte den Kampf mit Unterstützung der heimischen Zuschauer ab der dritten Runde. Trotz Reichweiten-Nachteile legte der italienische Cruisergewichtler beherzt vor und brachte den 30-jährigen Rudolf Kraj mit seiner hohen Schlagfrequenz oft in Bedrängnis. In der siebten Runde öffnete sich nach einem unabsichtlichen Zusammenprall beider Kontrahenten ein blutender Cut am Auge von Fragomeni.

Der Ringrichter ließ den WM-Fight zunächst weiterlaufen. Aber in der achten Runde beendete er den Kampf aufgrund der immer doller blutenden Verletzung beim Italiener nach Rücksprache mit dem Ringarzt.

Zu diesem Zeitpunkt sahen die Box-Punktrichter Fragomeni mit 77:74, 77:74 und 77:74 in Führung liegend. Somit wurde der Lokalmatador zum neuen WBC-Champion im Cruisergewicht erklärt.


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